Die Schetinin-Schule

aus Russland

 

Eine neue Schulform für die neuen Kinder

Die Schetinin-Schule ist eine freie Schule, die es in Russland seit über 20 Jahren gibt. In dieser neuen Form von Schule, die gänzlich den neuen Kindern entspricht, können sich die Schüler frei bewegen. Es herrscht kein Lernzwang und kein Leistungsdruck. Nicht das Lernenmüssen steht im Vordergrund, sondern das Aufgaben-lösen. Das Außergewöhnlichste dieser Schule ist aber, dass es keine Lehrer gibt und die Schüler sich gegenseitig unterrichten. Jeder lernt mit jedem, es ist ein Dialog unter den Schülern statt ein dem-Lehrer-Zuhören. Dadurch gelingt es den Kindern, Wissen unglaublich schnell aufzunehmen und zu verstehen. Es gibt lediglich Lehrer in Form von Lernbegleitern, die dafür sorgen, dass sich die Kinder nicht im Unterrichtsstoff verlieren und darauf achten, dass alle mitmachen und der Lernprozess läuft. Interessant ist nämlich, dass Schüler weder inhaltlich begrenzt noch in Schulklassen unterteilt werden. Nehmen sie sich Mathematik vor, lernen die Schüler nicht etwa Addieren und Subtrahieren in der ersten Klasse, in der sechsten Klasse Bruchrechnen und in der achten Klasse Trigonometrie. Stattdessen fangen sie einfach mit dem Addieren an und arbeiten sich im-mer tiefer in die Mathematik ein, bis sie zu dem Stoff gelangen, den herkömmliche Schüler erst in höheren Klassen durchnehmen. Die Schüler organisieren dabei auch den Unterrichtsstoff selbst. Angefangen wird mit dem Fach, das die kleinste Einheit abbildet – Mathematik – bis man über Chemie, Biologie und Physik zur Erdkunde und Geschichte und schließlich zur größten Einheit – dem Kosmos kommt, das in das Unterrichtsfach Astronomie mündet. Keines der Fächer wird jedoch für sich allein gesehen, denn alles ist miteinander verbunden. Außerdem gibt es noch die Fächer Philosophie, Psychologie, Soziologie und Pädagogik. Letztere wie auch Geschichte zählen zu den irdischen Fächern, während Mathematik, Chemie, Biologie, Physik und Astronomie zu den kosmischen Fächern zählen. Da die Schüler sich auf Prüfungen an Universitäten vorbereiten müssen, gilt es, auch das zu lernen, was eigentlich von Menschen erdachtes Wissen ist und manchmal auf einer Lüge oder auf Unwissenheit beruht. Auch dieses Wissen eignen sie sich an, vergleichen und analysieren es jedoch mit dem kosmischen Wissen und decken auf diese Weise Unwahrheiten auf! Sie lernen dabei, Fakten von Wahrheiten zu unterscheiden. Wahrheiten nehmen sie auf, während sie die Fakten auswendig lernen. 

Lesen, Schreiben und Sprachen werden zwischen den Unterrichtsfächern unterrichtet; oft lernen die jungen Schüler aber auch während der Hauptfächer lesen und schreiben. Manche hören am Anfang einfach nur zu und bekommen bald Lust, lesen und schreiben zu lernen. Andere kommen erst auf die Schetinin-Schule, wenn sie bereits auf einer anderen Grund-schule Lesen und Schreiben gelernt haben. Im Sprachunterricht lesen sie viele Gedichte, aber nur die, die positiver Literatur entspringen, weil die Schüler sich auf diese Weise ebenfalls positiv entwickeln.

Die Schüler wissen von Anfang an, wie umfassend der zu ler-nende Stoff eines Faches ist und bekommen ihn dann Schritt für Schritt von anderen Schülern in einem Dialog erklärt. Danach überarbeiten sie das, was ihnen vermittelt wurde, um Lücken zu füllen. Dies tun sie mit Büchern und eigener Recherche. Anschließend wird der Stoff wieder übermittelt, zum Beispiel in Form eines Gesprächs, eines Vortrages oder einer bildlichen Vermittlung (z.B. in Form von Schaubildern) an einen weiteren Schüler, der diesen Stoff noch nicht hatte.

Auf diese Weise lernt jeder Schüler dreimal: im Dialog, im Bearbeiten und in der anschließenden Wiedergabe. Der ganze Stoff von 11 Klassen wird innerhalb kurzer Zeit durchgenommen, aber er wiederholt sich in einem Dreimonats-Zyklus, so dass auch Neulinge jederzeit einsteigen können. Mit dieser Lernweise lernen alle Beteiligten und das Wissen fliesst einfach. Auch erinnern sich die Schüler der Schetinin-Schule dabei an das Wissen, das in ihnen steckt und dass sie nur hervorholen müssen. Denn man geht davon aus, dass der Mensch alles weiß und sich nur wieder daran erinnern muss. Auf diese Weise entstehen auch keine Lücken im Unterrichtsstoff und keine Angst, etwas zu verpassen. Jedem Schüler wird so lange etwas erklärt, bis er es verstanden hat. Da er es von immer anderen Schülern vermittelt bekommt, entsteht auf diese Art und Weise ein umfassendes Bild, weil jeder es auf seine Weise verstanden hat und weitergibt. Außerdem lernen die Schüler, dass sie das, was sie gelernt haben, gleich weitergeben müssen. Sie lernen nicht für sich allein.

In der Schetinin-Schule gibt kein „Das ist nicht gut“ oder „Das geht nicht“, sondern erfahren stattdessen Akzeptanz. Ein Benotungssystem gibt es ebenfalls nicht. Einzig der Fortschritt des Lernens wird in Form einer Einschätzung in Prozent abgegeben. 40 % heißt, man hat 40 Prozent des gesamten Stoffes der 11 Klassen geschafft. 100 % in Mathematik zu erreichen, heißt, die Mathematik zu 100 Prozent gelernt und verstanden zu haben. Diese Schüler werden dann als Lehrer in den entsprechenden Fächern eingesetzt. Auch Klassen werden auf diese Weise eingeschätzt. Hat eine Klasse am Ende 90 Prozent erreicht, arbeitet man noch einmal mit den Schülern, die dazu geführt haben, dass 10 % fehlen, und zwar gemeinsam. Dies tut man, bis die 100 % erreicht sind.

Durch all das geht das Lernen in der Schetinin-Schule viel schneller als im herkömmlichen Bildungssystem. Das Abitur wird statt nach 10 Jahren schon nach 1 – 4 Jahren erreicht, je nachdem wie zügig ein Schüler ist. Eine 15-jährige kam nach der 6. Klasse auf die Schetinin-Schule. Sie schaffte den gesamten restlichen Stoff bis zur 11. Klasse (für den her-kömmliche Schulen fünf Jahre ansetzen) in einem Jahr. In nur 10 Tagen hat schon einmal ein Schüler der Schetinin-Schule den Stoff der Mathematik von 11 Jahren verstanden. Einer der Lehrer ist erst 11 Jahre alt. Er besuchte die Schetinin-Schule, als er 10 Jahre alt war und fing gleich im Anschluss sein Studium an, während er gleichzeitig als Lehrer im Fach Sozialpädagogik/Psychologie zu arbeiten begann. Das Studium, auch wenn die Schüler an einer normalen Uni angenommen wurden, absolvieren sie auch an der Schetinin-Schule.

Was den Schülern vor allem beigebracht wird, ist Herzintelligenz. Sie wissen viel, aber es ist nicht nur das logische Wissen von herkömmlichen Schulen, sondern der Einblick in die wahren Zusammenhänge des Kosmos, der Physik, der Mathematik usw., wie man es aus ganzheitlicher Sicht versteht. Die Schüler begreifen außerdem ihre eigene Gabe, die sie in dieses Leben mitgebracht haben und ihre damit ver-bundene Aufgabe.

Der ganze Artikel lässt sich in LICHTSPRACHE Nr. 93 nachlesen

Artikel eingestellt am 15.9.2015

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