Nachruf:

Zum Tod von

Dr. Walter Mauch

 

von Susanne Sejana Kreth

Als ich Dr. Mauch vor knapp zwei Jahren kennenlernte – das war bei einem gemeinsamen Frühstück – saß ein faszinierender Mann vor mir, dessen Präsenz mich sehr beeindruckte. Er war einer jener Menschen, die einem sofort ins Auge fallen, Menschen, die noch im Alter schön sind und eine bestimmte Würde ausstrahlen.

 

Mein Partner hatte bei ihm im Haus die Heizung neu eingerichtet, und bald darauf durfte auch ich den Naturarzt und seine Frau kennenlernen. Eines der ersten Dinge, die er mir verriet, war seine Verbindung zu außerirdischen Völkern. Ich glaube, er erwähnte mal den Aldebaran. Er verehrte meine Arbeit, die ich mit der „Lichtsprache“ tue und war immer schon ganz gespannt, wenn ich ein neu erschienenes Heft mitbrachte. Ich erinnere mich auch an einen Gang durch den Garten von Mauchs, bei dem er mir zeigte, was er alles anpflanzte – von Zwiebeln, Knoblauch und Bohnen bis hin zu den verschiedensten Wurzelgemüsen. Zwischendurch brach er eine Zwiebel ab, biss hinein und reichte mir auch eine, um sie zu probieren. Dann setzte er sich unter einen Baum und erzählte mir von seinem Leben. Und was war das für ein Leben! Dieser Mann hatte in Spanien gelebt, in Kuba, er kannte Fidel Castro (der ihn Waltero nannte) und er war neben seinem Arztberuf leidenschaftlicher Sänger mit wohlklingender Stimme. Auch Gedichte schrieb er; seine Bücher enthalten (neben den harten Worten, die er ebenfalls zu benutzen weiß) poetische Anklänge. Ich weiß auch von ihm, dass sein Haus abbrannte, nachdem er etwas Brisantes im Gesundheitssektor veröffentlicht hatte. Er war nämlich einer der ersten gewesen, die auf die Giftigkeit des Aluminiums in Deos und Kosmetika hingewiesen und darüber ein Buch veröffentlicht hat – „Die Bombe unter der Achselhöhle“. Heute ist das alles bekannt und wird uns sogar über das Fernsehen vermittelt, aber Mitte der 1990er-Jahre verfolgte man Menschen wie ihn, die sich gegen die Aluminium- und Kosmetik-Industrie stellten. Dr. Mauch hat Zeit seines Lebens ebenso die Pharma-Industrie angeklagt, da er weiß, wie diese gegen die Gesundheit arbeitet statt für sie. Für ihn ist es ein Verbrechen, wenn Ärzte ständig Schmerzmittel verschreiben und mit Pillen und Spritzen Symptome behandeln, statt die Ursachen anzugehen. Schwere Erkrankungen in der Familie, die unter anderem von Giftstoffen aus der häuslichen Gerberei herrührten, sensibilisierten ihn für den Arztberuf. Gleichzeitig lernte er von seiner Großmutter vieles über Kräuter. Als Kind wurde er allein durch Pflanzen von Diabetes und Schuppenflechte geheilt.

 

Mein Freund erlitt im Frühjahr 2013 einen Bandscheiben-vorfall und Dr. Mauch behandelte ihn. Innerhalb kürzester Zeit ging es Dirk besser. Zudem erfuhr er – dank Mauchs geschultem Blick auf das Röntgenbild – dass sein erster Bandscheibenvorfall vor mehreren Jahren keiner war und die Ärzte ihn vollkommen umsonst (und vermutlich aus Profitgründen) operiert hatten.

Auch seine Frau Lieselotte, die Heilpraktikerin ist, lernte ich als einen ganz besonderen Menschen kennen. Wenn wir bei den beiden zu Besuch waren, gab es stets Haferstrohtee zu trinken, den Dr. Mauch selbst zusammengestellt hat, während er uns an seinem reichhaltigen Wissen, wie man sich gesund hält, teilhaben ließ.

 

Denn Gesundheit ist eigentlich ganz einfach, man muss nur einige Dinge beachten und vieles weglassen, was die moderne Zivilisation hervorgebracht hat. Die meisten Erkrankungen entwickeln sich laut Mauch, weil entweder unser Körper oder unsere Psyche vergiftet ist. Wir müssen hinschauen und die Signale des Körpers verstehen lernen, ganz so wie es Dr. Hamer lehrt. Dazu kommt die physische Vergiftung. Ist die Zelle mit Schadstoffen belastet, erstickt sie, wenn keine Entschlackung stattfindet. Zuerst wehrt sich die Zelle, schließlich koppelt sie sich von der Zellsteuerung ab und wird zum Tumor oder gar zu Krebs. Tumoren oder Metastasen sind Warnsignale und deuten auf vergiftete Zellen hin, so Mauch. Die einzige Ausnahme bilden Unfälle und Erbkrankheiten. Ein wichtiger Schritt zur Gesundheit ist, bewusst und verantwortungsvoll mit sich und seinem Körper umzugehen. Dazu hat Dr. Mauch in seinem Buch „Nehmen Sie ab sofort Ihre Gesundheit und Ihr Schicksal selbst in die Hand!“ 13 Schritte beschrieben, mit denen man die Zelle wieder zum Atmen bringen kann. Darunter als erstes die Empfehlung, alle chemischen Körperpflegemittel und Putzmittel zu meiden. Es finden sich darin auch so radikale Vorschläge wie, alle Kosmetika, Deos und Putzmittel in den Mülleimer zu werfen, „denn dort gehören sie hin!“ Putzmittel zerstören die Blutkörperchen, so Mauch. Daher fragte er seine Patienten auch immer zuerst, ob diese Deos, Kosmetik und Putzmittel verwenden. Statt mit chemischen Putzmitteln zu reinigen, empfahl er, heißes Wasser, unparfümierte Schmierseife und Salz. Statt Spülmittel fürs Geschirr könne man Soda verwenden. Ein weiterer wichtiger Schritt ist laut Mauch das Ordnen der eigenen Gedanken. Sind diese Schritte getan und lebt die Zelle noch, dann muss der Stoffwechsel umgestimmt werden, von Sauer zu Basisch. Hierzu empfiehlt er die vegetarische Lebensweise und die Abkehr von Fastfood, Cola, Süßigkeiten und anderen giftigen Industrie-Lebensmitteln. Während der Entschlackung empfiehlt er, den Kreislauf mit Kräutertees zu unterstützen. Schließlich folgt das „Öffnen der Schleusen“, wie er es genannt hat. Dabei werden alle Giftstoffe über Niere, Lunge, Haut und Darm ausgeschieden. Er empfiehlt grünen Hafertee für die Nierenausscheidung, Glaubersalz für die Darmreinigung, Inhalation mit dampfenden Salzlösungen für die Lungenreinigung und Baden mit Naturbadesalz für die Hautentgiftung. Weiter sei wichtig, dem natürlichen Biorhythmus und dem Tag-Nacht-Rhythmus zu folgen. Seine Basensuppe, mit der man den Mineralstoffhaushalt auffüllt, ist berühmt. Sie hilft bei Rheuma, Allergien, Osteoporose und Arthrose. Hat man sich all der Giftstoffe aus der Haushaltsindustrie und allen Schlacken entledigt, lande man im wirklichen Leben. Zu alledem brauche der Mensch Bewegung, die unerlässlich sei für eine gute Gesundheit. Täglich ging er noch in seinen letzten Lebensjahren stundenlang spazieren. Da er in der Nähe der Nordsee lebte, war ein Bad im Meer ebenfalls regelmäßig dabei.

Dr. Mauch ist nicht nur Arzt gewesen, er war auch Orthopäde, Sportmediziner und Chiropraktiker. Er hatte mehrere naturheilkundliche Ausbildungen, kannte sich mit fernöstlicher Medizin aus, war Dozent an der Deutschen Akupunkturschule, leitete drei Jahre lang ein Kurhotel in Bad Kissingen, hatte eine Spezialpraxis für Wirbelsäulenbehandlung, leitete in Spanien ein medizinisches Institut, nachdem er Deutschland 1996 den Rücken gekehrt hatte und gründete noch vor sechs Jahren das „Dr.-Mauch-Institut für Natur und Sport“ in Seefeld (Norddeutschland). Auch Erfindungen machte er. Seine Erfahrungen in der Lederherstellung brachten ihn dazu, eine gesunde Form von Reflexzonen-Sohlen zu entwickeln. Auch entwickelte er eine eigene Pflanzenseife und mehrere Öle. Dr. Mauch wusste auch zu berichten, dass nicht die Sonne Hautkrebs verursacht, sondern das Fluor, das im Gewebe sitzt, und das durch Zahnpasta, Zahnbehandlungen und fluoridiertes Trinkwasser in unseren Organismus gelangt. Die Sonne „zündet“ das Fluor, welches das stärkste Oxydationsmittel in der Chemie ist, und das führt zu Hautverbrennungen. Er hat auch ein Hautöl aus Olivenöl entwickelt, das man statt Sonnenöl auftragen kann (die „Lichtsprache“ berichtete in Nr. 90, Seite 58 darüber). Er hielt Vorträge, trat im Fernsehen auf, veröffentlichte mehrere Bücher zum Thema Gesundheit, verteilte diese im Alter an Freunde, ebenso wie seinen Haferstrohtee und ein spezielles Salz für Solebäder. Zum Waschen empfahl er unparfümierte Kernseife, zum Baden Naturbadesalz, zum Zähneputzen Schlämmkreide und für die Gesichtskosmetik Distel- oder Weizenkeimöl. Dr. Walter Mauch erzielte durch sein Konzept als Arzt noch dort Erfolge, wo die herkömmliche Medizin längst aufgegeben hatte. Dazu hatte er Visionen von einer besseren Welt, die er – wie ich glaube – von seinem Heimatplaneten mitbrachte und die er zum Teil in seinem Aufenthalt in Kuba wiederfand, das er als Paradies und seine eigentliche Heimat empfunden hatte. Zu dieser Vision gehörte z.B. ein „grüner Streifen“ in Europa, Lebensräume, die frei von Industrie und Autos sind und in denen biologischer Ackerbau betrieben wird. Auch für eine gesündere Schulpolitik und staatlich verordnete Ernährungsberatung sprach er sich aus. Als Sänger tat er sich mit anderen Musikern zusammen und gab Konzerte für eine gesunde Lebensführung und eine gesunde Natur.

 

Walter Mauch haderte aber auch mit dem System, in dem wir leben, mit der kalten Profitwelt der BRD, der Bürokratie bei uns im Lande und der Pharma-Industrie. Er haderte auch mit dem Leben, war oft unzufrieden, streitbar, brach immer wieder aus, um sich Freiraum zu verschaffen. Lieselotte litt oft unter seinen Unberechenbarkeiten. Er fragte sich oft, wo der Sinn des Lebens liegt, warum wir dieses Leben mitmachen und was Freisein bedeutet „Was ist das eigentlich – Freiheit?“ fragte Walter sich in dem Buch, das er über seinen Aufenthalt in Kuba geschrieben hat. „Auch mein Leben und alles, was ich erlebt habe, geht mir durch den Kopf. Wie oft wurde ich verraten. Naja, ich wurde bisher nicht erschossen.“ Als er diese Zeilen schrieb, waren es noch mehr als sechs Jahre, bis tatsächlich so etwas eintraf. Walter Mauch starb 77-jährig am 20. Oktober 2014, unmittelbar nachdem ein Polizist auf ihn geschossen hatte. Lieselotte hatte nach einem Ehestreit die Polizei gerufen, weil seine Unberechenbarkeit größere Ausmaße angenommen hatte. Konnte sie denn ahnen, dass der unerfahrene 24-jährige Polizist gleich seine Waffe benutzt? Walters Abgang war dramatisch wie der Großteil seiner Seele, und tragisch wie seine Wut über das System, die BRD und die Chemieindustrie. Wir wissen nicht, ob er sich einen solchen Tod gewünscht hat. Niemand weiß, was wirklich in einer Seele vor sich geht, die beschliesst, diese Erdebene zu verlassen. Doch die Art und Weise entspricht nicht immer der Lebensweise dieses Menschen. So war es auch bei Walter. Seine Freunde wissen das. Er war ein wirklich begnadeter Arzt mit Visionen, der eine riesige Lücke in dieser immer kränker werdenden Welt hinterlässt und der eigentlich noch gebraucht würde.

 

Wir wünschen Dir eine gute Heimreise, liebe Seele von Walter Mauch!

 

Quellen: www.dr-med-walter-mauch-gesundheitsführer.com; „Nehmen Sie ab sofort Ihre Gesundheit und Ihr Schicksal selbst in die Hand!“, Dr. med. Walter Mauch; „Waltero – El Che Guevara de Alemania“, Walter Mauch; „Die Bombe unter der Achselhöhle“, Dr. med. Walter Mauch, Bettendorf-Verlag; http://www.nwzonline.de/stadland/es-ist-mir-in-die-wiege-gelegt-worden_a_3,1,197232487.html; www.waltermauch.com

 

Empohlene Links:

www.dr-med-walter-mauch-gesundheitsführer.com

www.waltermauch.com

 

(erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 92, Dez.2014/Jan./Febr. 2015)

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