Autarke Öko-Stadt in Indien

In Indien nahe der Stadt Neu-Delhi soll eine moderne autarke Öko-Stadt entstehen. „Hyperions“ soll das Dorf heißen und Platz bieten für 1000 Wohnungen, Büros und weitere Lebens- und Arbeitsräume. Die kleine Stadt soll aber nicht aus einzelnen Häusern, sondern aus 128 Meter hohen Türmen mit jeweils 36 Stockwerken bestehen. Die gesamte Infrastruktur soll zu 75 % aus natürlichen Materialien entstehen, allen voran Holz, das in einem regionalen, nachhaltig bevorsteten Wald geschlagen wurde. Auf Beton und Stahl wird dagegen weitgehenst verzichtet. Die Energieversorgung aus Solarenergie wird komplett autark sein und zudem noch einen Überschuss hervorbringen. Dazu werden Solarzellen an den Fassaden, auf Dächern und Balkonen angebracht. Organische Abfälle werden in Energie umgewandelt. Windturbinen produzieren Strom. Und Auffangbecken fangen Regenwasser auf, das mittels eines ausgeklügelten Recyclingsystems genutzt wird. Mit dem Wasser werden auch die Gärten, in denen Obst und Gemüse angebaut wird, bewässert. Außerdem gibt es ein Aquaponik-System, das für frischen Fisch sorgt. Über ein System von Windschloten wird die Kleinstadt außerdem klimatisiert. Die Anlage soll zwischen 2020 und 2022 fertiggestellt sein. (trendsderzukunft.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 99)

 

Neuseeland erklärt alle Tiere für empfindungsfähige Lebewesen

Die Regierung von Neuseeland hat per Gesetz festgelegt, dass alle Tiere empfindungsfähige Lebewesen sind und die gleichen Gefühle wie wir Menschen haben. Das Gesetz mit dem Namen „Animal Welfare Bill“ ist im Februar rechtskräftig geworden und wird dazu führen, dass Tierversuche enden und die Misshandlung von Tieren aufhört. Jegliche Jagd oder Gefangenhaltung von wilden Tieren ist jetzt illegal. (brd-schwindel.org) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 99)

 

Kalifornien schützt Haie per Gesetz

Nach einem vier Jahre dauernden Rechtsstreit zwischen dem US-Bundesstaat Kalifornien und zwei chinesischen Instanzen hat der kalifornische Staat den Verkauf von Haifischflossen und den daraus verarbeiteten Produkten verboten und den Hai damit gesetzlich geschützt. Der Prozess ging bis zum Berufungsgericht, wo jetzt gegen die Tierquälerei entschieden wurde. Das Shark Fin Law (Haiflossen-Gesetz) schützt die Tierbestände des Hais. (pravda-tv.com) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 99)

 

Autarkes Dorf im Allgäu

Im Osten des Allgäus gibt es ein Dorf, das sich autark gemacht hat – was die Energie- als auch die Lebensmittelversorgung betrifft. Die 800 Bewohner des Ortes Rettenbach am Auerberg beziehen ihren Strom aus Solarenergie. Dabei erzeugen sie sogar mehr Strom als sie verbrauchen. Fast alle Fahrzeuge fahren mit Rapsöl. Da fast alle Bewohner ihre Lebensmittel selbst anbauen, erfolgt die Nahrungsmittelversorgung fast ausschließlich durch eigene Gemüsegärten, Obstbäume und Felder – also autark. Einzig Sonderwünsche und Haushaltsartikel werden noch im Supermarkt erfüllt. Zusätzlich gibt es noch eine eigene Dorf-Währung, durch die die Gewinne im Dorf bleiben und wieder vor Ort investiert werden. Da der Ort so beliebt ist, ziehen viele Familien mit Kindern dorthin. Somit schlagen die Rettenbacher auch dem demographischen Wandel ein Schnippchen. Dieses Beispiel hat Nachahmungscharakter! (http://quer-denken.tv) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 99)

 

111 Bäume für die Geburt einer Tochter

Vor sechs Jahren verlor ein Inder aus der kleinen Stadt Piplantri seine Tochter und pflanzte zu ihrem Gedenken 111 Bäume. Daraufhin bekam er die  Idee, dass für jedes neugeborene Mädchen 111 Bäume gepflanzt werden müssten. In Indien ist dies eine ganz besondere Idee, denn noch immer gelten Mädchen als minderwertig und werden oft direkt nach der Geburt getötet. Der Inder trug die Idee weiter, sodass andere es ihm nachtaten. Inzwischen sind schon über 40.000 Bäume gepflanzt worden, um die Geburten von Mädchen zu feiern. Die Bäume haben seinen Heimatort in eine Oase verwandelt. Weil zwischen die Bäume Aloe-Pflanzen gesetzt wurden, um die Bäume zu schützen, ist ein neuer Aloe-Markt in Piplantri entstanden, der den Bewohnern einen wirtschaftlichen Aufschwung eingebracht hat. (heftig.co) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 99)

 

Agrihood – Versorgung direkt beim Bauern

In den USA entstehen derzeit immer mehr urbane Siedlungen, die sich rund um einen Bauernhof bzw. eine Farm ansiedeln, um immer frisch mit Obst, Gemüse, Getreide und anderen Lebensmitteln versorgt zu sein. Das Prinzip ähnelt dem Konzept der „Solidarischen Landwirtschaft“, nur dass die Menschen sich direkt um einen Hof herum ansiedeln und vor Ort leben. Saisonales Gemüse wird regional angebaut und sogleich frisch an die Anwohner weitergegeben (farm-to-table-Prinzip). Dadurch entfallen Lieferwege, Lagerkosten und Haltbarmachung. Etwa 200 dieser Siedlungen gibt es bereits.

In Kalifornien entsteht das Konzept jetzt erstmals auch als Stadtteil. In dem kleinen Ort Davis entsteht das Wohnviertel The Cannery. Der Name verrät: Das Viertel entsteht auf dem Gelände einer früheren Konservenfabrik. Die anliegende Farm ist Versorgungsmittelpunkt und Schulungsort für angehende Landwirte. Die Häuser, die hier gebaut werden, sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Jedes Haus ist mit Solaranlage, Elektroauto-Anschluss und Wassersparvorrichtung ausgestattet. Es gibt Radwege und Parkplätze, die sich außerhalb der Siedlung befinden, damit diese autofrei ist. The Cannery soll eine rundum grüne ökologische Stadt werden. (green.wiwo.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 98)

 

Erste lebensmittelautarke Stadt Frankreichs

Premiere in Frankreich: Die Stadt Albi mit ihren 51.000 Einwohnern wird bald die erste Stadt Frankreichs sein, die sich hinsichtlich Lebensmittelversorgung komplett selbst versorgt. Die Lebensmittel sollen dann nur noch aus einem Umkreis von 60 Kilometern rund um die Präfektur Tarn produziert werden. Neben der regionalen Versorgung soll eine städtische Landwirtschaft etabliert werden. Gemeinschaftsgärten werden ebenfalls geschaffen. Bis 2020 will die Stadt, so hat es die Verwaltung Anfang dieses Jahres beschlossen, ihre Autarkie in Sachen Lebensmitteln erreicht haben. Rund um Tarn erstreckt sich eine 73 Hektar große Brachfläche, die künftig für den Anbau genutzt werden soll. Das Land wird in Form von Parzellen verpachtet, auf denen dann Gemüsebauern Gemüse anbauen können. Die Stadtverwaltung reagiert damit auf den Trend, sich auf Notfälle und künftige Versorgungsschwierigkeiten vorzubereiten. Und für die Zukunft ist eine Dezentralisierung immer besser, da wir vom zerstörerischen Globalisierungsdenken wegkommen müssen.

(netzfrauen.org) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 98)

 

Vollgeld-Initiative auf gutem Kurs zur Volksabstimmung

In der Schweiz gibt es neben der Abstimmung zum Grundeinkommen bald auch eine Volksabstimmung in Bezug auf die „Vollgeld-Initiative“, die mehr Stimmen zusammenbekommen hat als notwendig sind. Die Initiative des Vereins „Monetäre Modernisierung“ fordert, dass Banken nur noch Kredite vergeben dürfen, wenn ihnen das Geld dafür auch real zur Verfügung steht. 110.955 gültige Unterschriften sind zusammengekommen; das sind rund 11.000 Stimmen mehr als für eine Volksabstimmung nötig sind. Die Initiatoren wollen eine Geldreform erreichen, bei der nur noch die Schweizerische Nationalbank Geld erzeugen darf (Münzen und Scheine sowie elektronisches Geld). Banken dürfen dann nur noch Geld verleihen, das sie von Sparern, anderen Banken oder der Nationalbank zur Verfügung gestellt bekommen. Damit wäre eine Realwirtschaft wiederhergestellt. Ein Datum für das Referendum gibt es noch nicht.

(wirtschaftsblatt.at) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 97)

 

Reinigung von Meer- und Abwasser

Eine Gruppe mexikanischer Ingenieure der Firma „Jhostoblak“ hat eine Technik entwickelt, mit der sowohl Meer- als auch Abwasser von Haushalten, Firmen, Krankenhäusern und Industrie innerhalb von nur 2,5 Minuten gereinigt werden kann – unabhängig von der Menge der enthaltenen Schadstoffe und Mikroorganismen. Das PQUA-System arbeitet mit Spalt-Elementen, die organische und anorganische Stoffe sowie Schwermetalle durch ein Schwerkraft-Verfahren aus dem Wasser entfernt. Anschließend wird das Wasser in einem Klärbecken gereinigt, danach gefiltert und schließlich nochmal geklärt. Danach wird das aufbereitete Wasser in einem Tank gelagert, der mit Ozon versetzt wird, um die Reinheit des Wassers sicherzustellen. Das Resultat ist frisches Trinkwasser.

(Nexus Nr. 60, Aug./Sept. 2015) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 97)

 

Grundeinkommen in Namibia

In Namibia ist ein Grundeinkommen eingeführt worden. Zwar ist dieses nicht staatlich, aber es wird über Spenden von der Kirche finanziert. Bereits 2008 hatte es in dem Dorf Otjievero im Südwesten Afrikas ein entsprechendes Pilotprojekt gegeben, das erfolgreich war. Doch als die Spenden ausblieben, wurde das Projekt, initiiert von der westfälischen Landeskirche, eingestellt. Doch jetzt nahm man das Projekt – ebenfalls auf Spendenbasis – wieder auf. Jeder Einwohner des Dorfes erhält monatlich umgerechnet 8 Euro. Einige haben dadurch ihr Leben schon verbessern können, z.B. indem sie sich selbstständig gemacht haben. Die Menschen haben mehr Freude, können ihre Lebensqualität verbessern, haben Arbeit, können ihre Kinder besser ernähren und die Kriminalität ist zurückgegangen. Inzwischen hat auch die Regierung umgedacht. Seit einem Dreivierteljahr gibt es in Namibia einen neuen Präsidenten, der ein Ministerium zur Bekämpfung der Armut im Land gegründet hat. Begleitet wird dieses von dem Bischoff, der 2008 das Grundeinkommen-Projekt ins Leben gerufen hat.

(westfalen-blatt.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 97)

 

Kleine Veränderungen

Kleine Verbesserungen sind auch Veränderungen. Dazu gehört, dass Helgoland nächsten Sommer schon den zweiten Testlauf einer Abschaffung der Einwegtüten macht und der deutsche Handel bundesweit keine kostenlosen Plastiktüten mehr herausgeben will. Oder dass Indien in 17 Bundesstaaten Maggi-Nudeln von Nestlé verboten hat und den Konzern sogar verklagen will, weil die Nudeln mit Blei belastet sind. Auch dass Nebraska die Todesstrafe abgeschafft hat und damit der 19. US-Bundesstaat ist, der dies tut, gehört zu den kleinen Veränderungen im Wandel dazu. Nordirland hat ein Frackingverbot ausgesprochen. Die EU hat jetzt Nachhaltigkeit verordnet. Dieser Richtlinie folgend verzichtet Hamburgs Verwaltung z.B. jetzt auf Kaffeekapseln, Mineralwasser in Einwegflaschen, Einweggeschirr, chlorhaltige Putzmittel und Gasheizpilze. Oder dass der „Faire Handel“ immer mehr wächst bzw. immer mehr Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gekauft werden. Auch vegane und vegetarische Produkte sind immer mehr gefragt, was bedeutet, dass die Fleischesser weniger werden. Mindestens ein vegetarisches Gericht gibt es inzwischen in fast allen Hotels.

(WK, faz.net, staseve.wordpress.com, trendsderzukunft.de, love-green.de, veggie-hotels.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 97)

 

Stellenportal für Jobs mit Sinn

Drei Berlinerinnen haben ein Stellenportal gegründet, bei dem es nicht nur um das Finden irgendeines Jobs geht, um Geld zu verdienen. Die Plattform „The Changer“ vermittelt vielmehr Jobs mit Sinn, sprich: Arbeit, die dem Arbeitnehmer einen Sinn gibt. Die Angebote reichen vom Programmierer in einer Umwelt-NGO bis hin zum Waldorf-Pädagogen. Es werden Jobs, Praktika wie auch Vollzeit-Stellenangebote vermittelt. Seit zwei Jahren gibt es „The Changer“ jetzt, und in dieser Zeit hat sich eine regelrechte Community aufgebaut. Im Schnitt gibt es 350 Stellenangebote auf der Online-Plattform, und rund 100.000 Menschen besuchen die Webseite im Monat. Finanziert haben die drei ihre Plattform anfangs durch ein Stipendium der Gründerwerkstatt der Beuth Hochschule für Technik in Berlin. Heute kommen namhafte NGOs und Firmen auf die Plattform, um ihre Stellenangebote einzustellen. Mehr Infos: http://thechanger.org

(http://green.wiwo.de, http://thechanger.org/) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 97)

 

Island hat sich von der Finanzkrise komplett erholt

Die Banker, die Island 2008 in den Bankrott getrieben haben, werden nach und nach verurteilt. Wegen ihrer Rollen in der Finanzkrise sind im Oktober weitere fünf ehemalige Top-Banker zu jeweils 2 bis 5 Jahren Haft verurteilt worden. Island diskutiert aber derzeit über eine Verlängerung der maximalen Haftstrafe für Wirtschaftsverbrechen, die zurzeit bei 6 Jahren liegt. Die Strafverfolgung ist das Ergebnis der Manipulation der isländischen Finanzmärkte im Jahr 2001, was zu einer Deregulierung des Finanzsektors führte. Dies wiederum mündete in den Bankenzusammenbruch im Jahr 2008. Mit den jetzt Verurteilten sind insgesamt 26 Banker in Island verurteilt worden. Zusätzlich erhält jeder Isländer bald einen Anteil von 30.000 Isländischen Kronen (212 Euro) aus dem Verkauf bzw. der Verstaatlichung einer der drei größten Banken des Landes. Island ist das einzige europäische Land, das sich von der Finanzkrise komplett erholt hat und sogar noch seine Schulden beim IWF vollständig zurückgezahlt hat. Der Grund: Die Isländer haben erkannt, wo die Kriminellen sitzen und diese verbannt sowie die Kontrolle über ihre Regierung selbst übernommen, wodurch die Banken jetzt im Besitz des Volkes sind. Bei uns indessen werden die Kriminellen immer noch weiter vom Steuerzahler gestützt.

(pravda-tv.com 23.10.15 + 1.11.15) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 96)

 

Empathie, Respekt und Vertrauen als Schulfächer

In Spanien wurden neue Schulfächer entwickelt, die ganz dem Wandel entsprechen. Über 70.000 Schüler haben neben Mathe, Biologie und Sport nun auch Empathie, Respekt und Vertrauen auf dem Stundenplan stehen. Die neuen Schulfächer wurden im Rahmen eines Projekts eingeführt, das zurzeit die emotionale Intelligenz von Schülern testet. Unter dem Oberbegriff ‚Verantwortungsvolle Bildung’ will man erreichen, dass ‚Emotionale Intelligenz’ Teil des Stundenplans wird. Dazu gehört die Förderung von Eigenschaften wie Vertrauen, Respekt, Verantwortlichkeit und Empathie. Bereits in der Testphase hat sich gezeigt, dass sich die Verbindungen zwischen Lehrern, Schülern und Familien stark verbessert haben.

(stern.de, youtube.com/watch?v=uquHBR-b_j8) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 96)

 

Energieautarker Supermarkt in Österreich

Im österreichischen Graz gibt es einen Supermarkt, der nur so viel Energie verbraucht wie er selbst erzeugt. Der Spar-Klimaschutz-Supermarkt wurde mit recycelbaren Baustoffen errichtet und ist mit LED-Beleuchtung inklusive Tageslichtsteuerung ausgestattet. Autarker Strom liefern Solaranlagen auf dem Dach und eine Wasserkraftturbine am benachbarten Bach. Die Spar-Handelskette hat sechs weitere umweltfreundliche und energieautarke Supermärkte und wurde als nachhaltige Handelsimmobilie mit dem Zertifikat „DGNB Gold“ der ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) ausgezeichnet.

(love-green.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 96)

 

Mini-Wasserkraftwerke für jedermann

Das Fürther Jungunternehmen „Aquakin“ baut Kleinstwasserkraftwerke, die Outdoor oder in entlegenen Gebieten zum Einsatz kommen, um unabhängig Strom zur Verfügung zu haben. Den vier jungen Männern des Startup-Unternehmens sind dabei die Dezentralisierung und der Umweltschutz wichtig. Es gibt vier Modelle: Das kleinste, „Blue Freedom“, ist für den Outdoor-Urlauber gedacht, der beim Camping das Handy oder die Lampe aufladen will. Ein größeres Modell, das Linearkraftwerk, ist für abgelegene Kommunen gedacht, die am Wasser liegen. Das Wirbelwasserkraftwerk eignet sich zum Einsatz an Flüssen und Wasserfällen und soll Selbstversorgern helfen. Komplettiert mit einer Rohrturbine lässt sich ein Wasserkraftwerk aber auch in jeden privaten Haushalt einbauen.

(green.wiwo.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 96)

Paris verbannt Autos

Nachdem das linke Seine-Ufer 2013 für Bewohner zu einer grünen Idylle umgebaut und die Autos vom Ufer verbannt wurden, will Paris nun weiter gegen den Smog in der Millionenmetropole vorgehen. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat sich zum Ziel gesetzt, Paris so autofrei wie nur möglich zu machen. Bisher hat man dies nur mit zeitweiligem Fahrverbot gemacht, doch jetzt will man bis 2020 alle Diesel-Fahrzeuge aus der Stadt verbannen und einige Bereiche des Stadtzentrums für den Autoverkehr sperren sowie die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzen. Außerdem will man ein Fahrradwegnetz ausbauen. Zusätzlich soll auch das rechte Seine-Ufer für Autos gesperrt und ähnlich wie auf der linken Seite des Flusses zu einem Freizeitbereich umgestaltet werden. Seit Juni berät man über den Umbau, der im Sommer 2016 fertiggstellt werden soll. Dann wird viel Grün das Seine-Ufer schmücken, werden sich Menschen am Ufer sonnen oder auf im Fluss treibenden Flößen dösen. Ganz so wie wir uns die Stadt von morgen vorstellen! (SK, WK 18.5.15) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 95)

 

Yoga als Schulfach

In Indien soll Yoga an zentralstaatlichen Schulen zum Pflichtfach werden. Da Kinder der 6. bis 10. Klasse bald in der alten indischen Lehre unterrichtet würden, gehöre auch das praxisbezogene Yoga dazu, so der Bildungsminister von Indien. In Privatschulen, die rund 40 Prozent der Schulen in Indien ausmachen, wird Yoga zum Teil schon länger unterrichtet. (Weser-Kurier 24.6.15) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 95)

 

Ohne Ölwechsel Autofahren

Ein cleverer Erfinder aus Sachsen-Anhalt hat ein revolutionäres Gerät entwickelt, das Motorenöl so effektiv reinigt, dass es anschließend wieder einsetzbar ist. Dadurch wird es möglich, ohne ständigen Ölwechsel Auto zu fahren. Lediglich der Ölfilter muss ausgetauscht werden. Das spart Geld und schont die Umwelt. Der Erfinder nennt den Vorgang „Öldialyse“. Sein Gerät wird bereits von Konzernen wie Mercedes-Benz, Busbetrieben, Autohäusern, Autowerkstätten und militärischen Einrichtungen (sogar der NATO) für deren Fahrzeugflotten verwendet. Wer mehr wissen möchte: Der Erfinder ist Martin Kemper, sein Unternehmen heißt IMT mit Sitz in Roßlau, Sachsen-Anhalt. Info: www.oel-altert-nicht.de (Mysteries 4/2015) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 95)

 

Gemüseanbau in der Stadt

Immer mehr Institutionen bauen mitten in der Stadt Gemüse an. In Bremen hat die Volkshochschule auf dem Dach ihres Hauses ein Gemüsebeet angelegt, das vor allem dazu dient, bei entsprechenden Kursen Praxisbezogenheit zu liefern. In Hongkong (China) gibt es immer mehr Dachgärten, auf denen die Bewohner ihr eigenes Gemüse anbauen. Außerdem gibt es dort noch das Projekt „City Farm“, bei dem 100 Mitglieder eine gemeinschaftliche Anbaufläche von 930 Quadratmetern auf einem Hochhausdach bewirtschaften. In 400 Pflanzboxen wächst Gemüse heran, dass sich die Stadtgärtner mitnehmen können. (www.love-green.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 95)

 

Aquaponik-Farm in Berlin

Ein Berliner Unternehmen züchtet Fische und Gemüse in Form einer Aquaponikfarm, bei der Fischzucht und Gemüseanbau verbunden wurden, ähnlich wie es beim Nexus-Haus Anwendung fand (siehe „Lichtsprache“ Nr. 94). Die Fischexkremente werden in einem Biofilter zu Pflanzendünger umgewandelt und versorgen die Pflanzen, während diese das Wasser für die Fische filtern. Das System wurde vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin entwickelt. (Inter-Info Jan. 2015) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 95)

 

Schweizer Supermärkte verbannen Glyphosat-Produkte

Nachdem durch alle Medien ging, wie giftig und krebserregend der Wirkstoff Glyphosat wirklich ist, haben die Schweizer Handelsketten „Migros“ und „Coop“ die entsprechenden Unkrautvernichtungsmittel aus ihren Läden genommen. Das bekannteste ist „Roundup“ von Monsanto. Glyphosat war das weltweit meistverwendete Unkrautbekämpfungsmittel und wurde nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch von Hobby- und Kleingärtnern eingesetzt. Auch in Deutschland gibt es Reaktionen. So will die REWE-Gruppe Glyphosat ebenfalls aus ihrem Baumarktsortiment (Toom) nehmen. Bis zum 30. September sollen alle glyphosathaltigen Substanzen aus den Regalen verschwunden sein. Der Bayrische Landtag wollte ein Verbot des Mittels aussprechen, zog dieses jedoch wieder zurück. (marialourdesblog.com) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 95)

 

Helgoland wird unabhängig vom Erdöl

Die Nordseeinsel Helgoland – Deutschlands einzige Hochseeinsel – hat sich in diesem Jahr unabhängig vom Erdöl gemacht. Mehr als zwei Millionen Liter Heizöl wurden bisher jährlich von den Insulanern verbraucht. Damit ist jetzt Schluss, denn zwei Windkraftanlagen sorgen für Strom, der anschließend in einem Elektrokessel für ausreichend Wärmeenergie auf der Insel sorgt. Seit 2009 erhält Helgoland bereits klimafreundlichen Strom vom Festland. Eigens dafür wurde ein über 50 Kilometer langes Seekabel nach Büsum verlegt. (www.love-green.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 95)

 

Erstes Rohkost-Café in Hamburg

Vegane Restaurants gibt es bereits, wenn auch wenige. Aber Rohkost? In Hamburg hat jetzt ein Café eröffnet, das ausschließlich Rohkost auf der Speisekarte hat. Das Café „Gracias Madre Raw Food“ wurde von der Rohkost-Enthusiastin Kerstin Stave gegründet, die durch die Bücher von Markus Rothkranz zur Rohköstlerin wurde und daraufhin bei dem Gourmet-Rohkost-Koch Matthew Kenney die Zubereitung von Rohköstlichkeiten lernte. In ihrem Café bietet sie reine vegane Rohkost, grüne Smoothies, Weizengras-Shots, Rohkostchips u.v.m an. Das Café befindet sich im Stadtteil Winterhude im Mühlenkamp 1. (germanygoesraw.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 95)

LAIS-Schulen bald auch in Bremen und im Chiemgau

In der letzten Ausgabe (Nr. 93) berichtete die „Lichtsprache“ über die Schetinin-Schule in Russland und das Schulkonzept des Natürlichen Lernens, das sich die LAIS-Schule zueigen gemacht hat. In Klagenfurt (Österreich) ist im Herbst letzten Jahres die erste derartige Schule entstanden. Inzwischen gibt es über 30 Gründungsprojekte in Österreich, der Schweiz und Deutschland. Nun soll es bald auch in Bremen und im Chiemgau eine LAIS-Schule geben. Das LAIS-Institut in Klagenfurt ist dabei der Mentor für die Gründer. In diesem werden auch LAISING-Workshops für Schulgründer angeboten. Es werden noch Menschen gesucht, die sich in irgendeiner Form einbringen wollen, sei es durch Werbung, Grafik, Vereinskenntnisse oder als künftige Lernbegleiter. Eltern, die sich für das Konzept interessieren, können auch an einzelnen LAIS-Modulen teilnehmen, um ihre Kinder im Lernprozess besser begleiten zu können. Beim LAISING, dem natürlichen Lernen bringen sich die Schüler gegenseitig im Dialog und mit Schaubildern den Unterrichtsstoff bei und erarbeiten sich mithilfe von Projekten den Stoff von 11 Jahren in nur wenigen Jahren, weil nicht linear und chronologisch gelernt wird, sondern kreativ und intuitiv. Auch an Regelschulen soll das Konzept bald angeboten und umgesetzt werden, weshalb sich das Angebot auch an Lehrer richtet. Im Mai wurde das erste Modul für Lernbegleiter und Lehrer in Bremen unterrichtet. Die Schule im Chiemgau soll im September eröffnet werden. Mehr Infos: www.laising-bremen.de. Die Chiemgauer Schule ist auf Facebook zu finden.  (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

 

Costa Rica versorgt sich mit 100 Prozent Ökostrom

Seit Jahresbeginn versorgt sich Costa Rica zu 100 % mit Ökostrom. Das gab das staatliche Energie-Institut ICE bekannt. Bereits im letzten Jahr (2014) hat das kleine südamerikanische Land seinen Energiebedarf zu 94 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. Diese bestehen aus Wind-, Wasser- und Solarkraft. Vulkane sorgen zusätzlich für Energie aus heißem Dampf, weshalb die Geothermie 15 Prozent des Energiemixes ausmacht.

Auch andere Staaten zeigen, dass man überwiegend mit Energie aus Wasserkraft auskommen kann, so wie es Norwegen, Paraguay und Albanien seit Jahren praktizieren. Andere Staaten wollen es Costa Rica jetzt nachmachen. Panama bezieht derzeit 60 % seiner Energie aus Wasserkraft, Nicaragua bezieht 50 % seiner Energie aus Geothermie, Biomasse, Wasser- und Windkraft. 2007 waren es noch 27 Prozent gewesen! (green.wiwo.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

 

Argentinien ist entschuldet

Argentinien hat es geschafft, sich zu entschulden und sich vom IWF und von den Hedgefonds-Erpressungen zu trennen. Das Land, so die Präsidentin Fernández, werde nie wieder Schulden aufnehmen, um damit Schulden zu bezahlen, sondern nur, um in Infrastruktur zu investieren. Privatisierungen wie die des Energiekonzerns YPF, der Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas, der argentinischen Eisenbahn sowie Universitäten und Krankenhäuser hat man rückgängig gemacht. Das Sozialwesen ist verbessert worden und es gibt eine Grundrente für alle. Auch das Bildungs- und Gesundheitswesen konnte ausgebaut werden. Die Zinsen für Kredite sind niedrig, und Banken geben staatliche Kreditkarten aus, die verhindern sollen, dass die Menschen Opfer von Kredithaien werden.

Argentinien erlebte 2000/2001 einen Banken- und Wirtschaftscrash und wurde anschließend Opfer von Hedgefonds. Durch das Abzahlen der Schulden an den IWF mit anschließender Verabschiedung von weiterer Hilfe gelang es dem südamerikanischen Land, wieder auf die Beine zu kommen. (amerika21.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

 

Frankreichs Dächer werden grün

Die französische Regierung hat ein neues Gesetz verabschiedet, dass alle Unternehmer dazu anhält, entweder das Dach ihres Fir-mengebäudes zu begrünen oder es mit einer Anlage zur Erzeugung erneuerbarer Energien auszustatten, beispielsweise Solarpanele oder Windräder. Ursprünglich forderten Umweltverbände allerdings, dass alle Bürger sich daran beteiligen sollten. Im kanadischen To-ronto sind grüne Dächer in Industriegebieten seit 2009 Pflicht. Dach-gärten wirken sich positiv auf das Stadtklima aus. (green.wiwo.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

 

Mundraub.org

Die Webseite mundraub.org ist eine digitale Landkarte für Menschen, die gerne Obst und Kräuter im öffentlichen Raum sammeln. Die Karte auf der Webseite – man gibt den eigenen Standort bzw. die Stadt ein – zeigt einem, wo bestimmte Obstbäume, Sträucher, Nüsse oder Kräuter stehen. Tausende Nutzer nehmen an der Plattform teil. Sie informieren sich, wo es in ihrem Ort etwas zu pflücken oder zu ernten gibt und gehen daraufhin vor Ort sammeln. Oder sie finden einen Baum oder ein Feld mit Bärlauch und teilen es der Gemeinde auf mundraub.org mit, sodass auch andere teilhaben können. Außerdem können Erfahrungen und Rezepte ausgetauscht werden. Info: http://mundraub.org (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

 

Island ohne McDonald´s

Im aufgewachten Island hat 2009 die letzte McDonald´s-Filiale die Türen geschlossen, weil die Isländer das schädliche Fastfood satt hatten. Einer der Bewohner kaufte sich am 31.10.2009 zum letztes Mal ein „Happy Meal“ als Souvenir, das er aber nicht aß, sondern seinen Verfall beobachten wollte. Ergebnis: das Essen wurde trocken, aber es schimmelte nicht, so viele Konservierungsstoffe waren enthalten! Heute steht das Essen als Relikt aus der alten Energie im Nationalmuseum. Weltweit verliert die Fastfood-Kette monatlich bis zu 2,2 % Umsatz, in den USA sogar 4,6 Prozent. (Inter-Info Mrz. 2015) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

 

Betterplace für gute Zwecke

Gemeinnützige Projekte können jetzt über die Internet-Plattform betterplace.org weltweit kostenlos Spenden sammeln, ob in Form von Geld oder Zeit. Die Idee der Plattform ist, sozialen Einrichtungen Werkzeuge an die Hand zu geben, wodurch diese die Möglichkeit haben, an zusätzliche Hilfen zu kommen. Dabei organisiert die Webseite den gesamten Spendenablauf. Hungerhilfe, Tierschutz, Hilfe für Syrien – die Aktionen sind vielfältig. Spender können auch selbst Projekte starten. Voraussetzung ist immer, dass mindestens fünf Spender und mindestens 250 Euro auf der eigenen Homepage zusammengekommen sind. Damit will man schlafende Projekte verhindern. Transparenz ist der große Vorteil der Webseite, was gerade im Hinblick auf Spenden bei großen Hilfsorganisationen, die wenig Transparenz zeigten, in den letzten Jahren ein Manko war und durch zahlreiche Spendenaffären ans Licht kam. Auf betterplace.org kann man sich informieren, wofür das Geld benötigt wird. Selbst kleine Beträge können hier etwas bewirken. Info: www.betterplace.org (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

 

Bei 10 Prozent ist die kritische Masse erreicht

Laut einer Studie des Rensseloer Polytechnischen Instituts reicht es aus, wenn nur 10 Prozent der Bevölkerung aufwachen, damit der Rest folgen kann. Man nennt das auch die kritische Masse oder den Kipppunkt erreichen. Sobald 10 % fest an etwas glauben, überholt die Meinung der 10 Prozent schnell die ursprüngliche Meinung der anderen und der Rest der Gesellschaft übernimmt plötzlich die Meinung der 10 Prozent. Dieses Überspringen eines Glaubens oder einer Idee ist auch bekannt als die Geschichte des Hundertsten Affens. Hintergrund dazu ist das morphogenetische Feld, mit dem wir kommunizieren und das der Grund ist, weshalb Ideen auch ohne physischen Kontakt an beispielsweise zwei Orten der Welt gleichzeitig ankommen können. Die 10 % sind eine Art Hürde, die erreicht sein muss, damit eine Idee oder ein neues Gesellschaftsmodell überspringen kann. Auf diese Weise findet auch der Wandel statt! Es braucht bloß eine Festigkeit des eigenen Glaubens darüber, dass der Wandel zum Guten, zu einer besseren Gesellschaft stattfindet sowie das Gespräch (das Weitersagen). Übrigens: In Bremen gab es bei der Landtagswahl am 10. Mai 50 %, die nicht zur Wahl gegangen sind. 50 % - das hat es bisher noch nie gegeben! Auch hier ist ein Kipppunkt erreicht, und es ist nicht mehr umkehrbar! (SK, zengardner.com) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

 

China hat erste Wasserstoff-Tram

China ist das umweltmäßig schmutzigste Land der Welt. Die Luft ist so verpestet, dass die Menschen in den Städten nur noch mit Atemmaske auf die Straße gehen. Seit einiger Zeit entwirft die chinesische Regierung Pläne, um die Umwelt sauberer zu machen. Nun ist ein erstes Highlight zu erkennen. Es hat die erste wasserstoffbetriebene Straßenbahn der Welt auf die Schienen gebracht. Die Tram wird von Brennstoffzellen angetrieben, die aus Wasserstoff Strom für den Antrieb und Wärme zum Beheizen der Bahn produzieren. Der dazu nötige Wasserstoff wird aus einem Elektrolyseur gewonnen, der mit Strom betrieben wird, der aber leider noch aus Kohlekraftwerken kommt. Besser wäre Strom aus Solar-, Wind- oder Wasserkraft.

Für Deutschland will der französische Hersteller Alstom eine fast baugleiche Straßenbahn entwickeln, die bis 2018 in den Nahverkehr eingefügt werden soll. In Hamburg sind bereits Busse mit Wasserstoffantrieb unterwegs. (green.wiwo.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

Lösung für Plastik in den Meeren gefunden

Ein koreanischer Designer hat ein schwimmendes Hochhaus entwickelt, das in Meeren eingesetzt werden kann, um die großen in den Ozeanen treibenden Plastikmüllteppiche aufzusaugen. Das Gebäude arbeitet wie eine Recyclinganlage. Es saugt das Meerwasser auf und filtert dabei alle Plastikteile heraus. Diese verbleiben im Inneren der Anlage, während das Wasser wieder in den Ozean entlassen wird. Ein Wasserkraftwerk generiert sogar noch Elektrizität, mit der die Anlage betrieben wird. Da sich die Plastikteppiche in Meereswirbeln sammeln, ist der „Seawer“, wie ihn sein Konstrukteur Sung Jin Cho nennt, rund gebaut und setzt sich genau auf die kreisenden Strömungen. Auch Menschen können in dem Gebäude leben, und es gibt sogar ein Hotel. Die Konstruktion beträgt 550 Meter im Durchmesser und reicht 300 Meter in die Tiefe, wo eine Art Rüssel ist, der das Wasser aufsaugt. Das Wasser läuft durch fünf verschiedene Filterlagen, die den Müll unterschiedlichster Größe filtern. Dann wird das Plastik sortiert und schließlich eingeschmolzen oder zu Pellets verarbeitet. Noch besteht die Idee nur auf dem Reißbrett, aber man hofft, sie bald umsetzen zu können. (ingenieur.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 93)

Selbstversorgung auf El Hierro

Seit Juni 2014 ist die kleinste der kanarischen Inseln El Hierro energiemäßig zur Selbstversorgerin geworden, denn dort wurde ein Pumpkraftwerk errichtet, das die gesamte Insel mit erneuerbarer Energie und Wasser versorgt. Das Pumpspeicherkraftwerk „Gorona del Viento“ produziert Windstrom und Trinkwasser gleichzeitig und macht die Insel damit autark. Denn bisher mussten die 11.000 Bewohner von El Hierro Öl mittels Tankschiffen herbeiholen und mit Dieselgeneratoren Strom erzeugen. Die Anlage besteht aus fünf Windanlagen, die mehr Strom liefern als die Bewohner verbrauchen. Mit dem überschüssigen Strom wird das Meerwasser entsalzt und zu Trinkwasser aufbereitet. Auch der Verkehr auf der Insel soll bis 2020 vollständig mit erneuerbaren Energien laufen. Geplant sind 35 Aufladestationen für Elektroautos sowie die Förderung von Ge-meinschaftsautos, Bussen und Radwegen. Ein kleiner Teil der jetzigen Autos fährt zurzeit mit Biodiesel aus altem Speiseöl. Auch ein Mülltrennungssystem gibt es. Es ist WLAN-vernetzt, so dass der Müll nur bei Bedarf abgeholt wird, um die Umwelt nicht unnötig mit Abgasen zu belasten. Auch die Landwirtschaft will man zu 100 Prozent auf ökologisch umstellen. Die Herstellung von Wein, Ziegenkäse, Bananen und Ananas erfolgt in Form von Genossenschaften. Seit 2004 gibt es eine Meeresschutzzone vor El Hierro, in der das Fischen und Segeln verboten ist. Dadurch hat sich der Fischbestand deutlich vergrößert. El Hierro ist also zu einer autarken Öko-Insel geworden! (taz.de) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 93)

Gute Projekte, die jetzt vorankommen

 Ein Hamburger Modellprojekt will Strom aus Fäkalien gewinnen und damit gleichzeitig die Kanalisation entlasten. Zu dem Projekt gehört eine Wohnbausiedlung, die von dem Strom profitiert. Eine australische Wissenschaftsgruppe forscht an organischen Solarzellen, die per 3D-Druck hergestellt werden und auf Fenster, Dächer und sogar Notebooktaschen oder iPad-Hüllen aufgetragen werden. Südkoreanische Forscher sind dabei, mittels flatternder Tücher eine neue Art von Stromerzeugung zu erschaffen. Die Tücher wehen gegen Platten; durch den sogenannten triboelektrischen Effekt werden diese bei der Berührung elektrisch aufgeladen. Die Schweizer Firma Rosch baut im Auftrag der Firma „Gaia“ Auftriebskraftwerke – kleine Energieanlagen für das eigene Zuhause, durch die man von Großkonzernen unabhängig wird. Kalifornien hat ein Verbot von Einweg-Plastiktüten erlassen, das am 1. Juli in Kraft tritt. In Bremen ist das Bestattungsrecht geändert worden. Jeder Bürger darf die Asche von Verstorbenen im eigenen Garten oder an dafür vorgesehene Plätze verstreuen. Jenseits des Staates und des Marktes entstehen außerdem weltweit gemeinschaftlich genutzte Räume oder Projekte, wie Gemeinschaftsgärten, Tausch- oder Umsonstläden und sogenannte Commons (Gemeingüter-Netzwerke). Auf diese Weise blüht beispielsweise die sterbende Autostadt Detroit in den USA wieder auf (Bild). Den ersten Supermarkt, in dem man ohne Verpackungen einkaufen kann, gibt es jetzt in Berlin (siehe den Bericht auf Seite 46 in Ausgabe Nr. 93). In Indien hat der Regierungschef einen Yoga-Minister für sein Land ernannt. Das neue Ressort soll die Meditations- und Bewegungslehre sowie Ayurveda und Homöopathie fördern. Und in Bolivien ist eine erste Radiostation indigener Frauen auf Sendung gegangen.

(erschienen im Rahmen des Artikels „Der Wandel unseres Planeten: Der Zerfall der alten Welt“, LICHTSPRACHE Nr. 93)

Energieautarke schottische Insel

Seit 1997 ist die kleine schottische Insel Eigg mit ihren nur 90 Einwohnern zur Selbstverwaltung übergegangen. Früher einmal lebten 500 Menschen auf dem bisher von Landlords geführten Eiland. Doch heute ist das anders. Die Inselbewohner wollten autark werden, gründeten deshalb eine Stiftung und kauften ihre Heimat auf. Unter dem Dach der Stiftung betreiben sie drei Tochterunternehmen: eines für die Infrastruktur wie Post und Lebensmittel-Versorgung, eine für Bautätigkeiten und eine für die Energieversorgung. Weil die Insel nie an das schottische Stromnetz angeschlossen war, bezogen die Bewohner ihre Energie aus Dieselmotoren. Heute kommt die Stromversorgung aus Energie-, Wind-, Wasser- und Solarkraft. Sie installierten Solarpanele auf Dächern, stellten Windräder auf und verlegten Kabel über die ganze Insel. Es sind sogar ehemalige Bewohner zurückgekommen. (derstandard.at) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 93)

Lateinamerika hat Friedenszone ausgerufen

33 lateinamerikanische und karibische Staaten haben im Dezember 2011 ein Staatenbündnis gegründet, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der USA einzudämmen und den Kolonialismus zu überwinden. Auch die Bekämpfung von Armut und Hunger sowie der Schutz der Ressourcen gehört zu den Aufgaben, die sich das Bündnis gesetzt hat. Mitbegründer und hauptsächlicher Initiator des CELAC-Bündnisses war der 2013 verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chavez. Zu den teilnehmenden Ländern gehören u.a. Mexiko, Kolumbien, Honduras und Uruguay. Ende Januar 2014 wurde in Kuba eine Gipfelkonferenz veranstaltet, zu der auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eingeladen war. Die deutschen Medien verloren kein einziges Wort über diese wichtige Konferenz, auf der die 33 CELAC-Staaten die Etablierung einer Friedenszone in Mittel- und Lateinamerika beschlossen, um der wachsenden Militarisierung des Westens ein Signal entgegenzusetzen. CELAC besteht zurzeit noch aus einer Erklärung; ein Vertrag der 33 Länder steht noch aus. Dieser würde dann alle 33 Staaten daran binden, abzurüsten und sich nicht mehr an militärischen Aktionen zu beteiligen. Auch die Souveränität der Staaten muss gewährleistet sein. Auf weiteren Konferenzen will man die nächsten Fragen und Schritte klären. (http://dezayasalfred.wordpress.com) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 92)

Fahrrad statt Auto

Wussten Sie, dass mehr Fahrräder als Autos produziert werden? In diesem Jahr stellten die Autobauer bis Mitte November 58  Millionen Autos her, während in demselben Zeitraum 121 Millionen Fahrräder produziert wurden. Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad um, und Städte bauen immer mehr Radwege aus. Statt dem Auto fahren viele Pendler jetzt mit dem Rad zur Arbeit. Selbst London ist zu einer fahrradbegeisterten Stadt geworden, dank Maut und den vielen Staus. Auch hier will man jetzt Radwege und extra Trassen für Radler errichten. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Zahl der Fahrradpendler im Londoner Raum verdoppelt. (www.worldometers.info, WK 9.8.14) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 92)

Wüstenstadt in Algerien

Nach dem Erfolg von Djanan (siehe Artikel in „Lichtsprache“ Nr. 92) hat auch die algerische Regierung beschlossen, eine klimafreundliche „Zero-Emission-Stadt“ in Algerien zu errichten. Sie war so angetan davon, dass es möglich ist, einer Wüste die Fruchtbarkeit zurückzugeben, dass sie vor sechs Jahren begonnen hat, nördlich von El Haouita, 170 Kilometer von Algier entfernt, die Stadt namens Boughezoul zu bauen. Diese ist schon recht weit fortgeschritten. Es gibt bereits große begrünte Flächen, einen Fluss, Autostraßen und Häuser (bei Google Earth zu sehen). Im Jahr 2025 soll die Stadt fertiggestellt sein. Dann sollen auf 4000 Hektar rund 350.000 Menschen leben. (desert-greening.com) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 92)

Schweden recycelt 99 Prozent seines Mülls

Schweden recycelt jetzt 99 % seines Mülls. 2012 war das Land schon bei 96 Prozent. Die Methode der Umsetzung erfolgt durch Prävention, Wiederverwendung, Recycling, Recycling-Alternativen und Entsorgung im Erdreich. Letzteres nimmt jedoch nur 1 % in Anspruch. Die Bewohner Schwedens werfen nur noch wenig weg, da sie sich bewusst darüber sind, dass Prävention das Wichtigste ist, um Müll zu vermeiden. Dazu gibt es ein fortgeschrittenes Mülltrennungs-System und etliche Dinge, die wieder verwertbar sind. Außerdem gibt es ein Programm – das Waste-to-Energy-Programm (WTE) – mit dem Restmüll in Energie umgewandelt wird. 32 WTE-Stationen gibt es im Land. Schwedens Müllsystem ist so gut, dass das Land nun plant, Müll anderer Länder zu übernehmen, um diesen ebenfalls zu recyceln und daraus Energie zu gewinnen. Immerhin erhält man aus 3 Tonnen Müll so viel Energie wie eine Tonne Heizöl bietet. 950.000 schwedische Haushalte werden mit dem System beheizt, und rund 260.000 Haushalte beziehen daraus ihren Strom. Zum Vergleich: Amerika recycelt nur 34 Prozent seines Mülls. (upriser.com) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 92)

Internationaler Gerichtshof für den Menschen

Am 19. Juni 2014 wurde das Internationale Gericht für Allgemeingültige Gesetzgebung, Völkerrecht und Naturrecht in Wien etabliert. Das ist ein Meilenstein! Das Gericht orientiert sich am Common Law, am Naturrecht sowie am Völkerrecht. Die Richtlinien des neuen Gerichtshofes, der vor allem die natürlichen Rechte des Menschen vertreten will, besagen, dass jeder Mensch von Geburt an frei ist und keiner Autorität untergeordnet werden kann, dass er souverän ist dass alle Menschen in Frieden und Harmonie zusammen leben. Die Richtlinien verbieten es, dass eine Autorität ungerecht und willkürlich handelt und ohne Zustimmung des Volkes automatisch das Recht einbüßt, zu regieren, wenn es dazu kommt. Das Common Law spiegelt wieder, dass das Volk die Kompetenz besitzt, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Dieses findet seinen Ausdruck durch ein Schöffengericht, bestehend aus 12 frei gewählten Personen, die gemäß Common Law als letzte Instanz fungieren. Mit der Schaffung dieser Form von Gerichtshof will man die Menschheit von der Versklavung befreien, in die sie durch Ziviles Recht, römisches Recht und die moderne Gesetzgebung geraten ist. Die Schaffung einer neuen Regierungsform, die dem Common Law Rechnung trägt, ist das Ziel des Gerichtshofes. Ebenso die Anklage von Personen oder Institutionen, die für die Volksgemeinschaft eine Bedrohung darstellen. (iccjv.org/node/16) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 92)

Digitale Aussteiger

Unter Jugendlichen etabliert sich eine „Avantgarde von digitalen Aussteigern“, die ihr Handy oder Smartphone beiseite legen und sich wieder natürlichen, „echten“ und lebensnahen Beschäftigungen zuwenden. Diese Gegenbewegung feiert alles Analoge. Sie geht in die Natur, pflegt persönliche Freundschaften, macht Handwerkerarbeiten und kocht gerne. Dies erzählte der Jugendkulturforscher Philipp Ikrath am Rande des Kinderschutzforums in Köln. (Inter-Info Oktober 2014) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 92)

 

Erste Siedlungen nach Anastasia
 

In Russland gibt es seit 2003 das gesetzliche Recht auf ein kostenloses, steuerfreies, privates Gartengrundstück, das zwischen 1 und 3 Hektar groß ist. Auf diesen sogenannten „Datschas“, von denen es etwa 35 Millionen gibt, pflanzen die Bewohner Obst und Gemüse selbst an und versorgen sich somit autark. Etwa 75 % der Bevölkerung produziert auf diese Weise die Hälfte des im Land gebrauchten Gemüses und Obsts, dazu Fleisch und Milch. Das Gesetz wurde 2006 nochmals bestätigt und verbessert. Dazu kommen die zurzeit aus dem Boden sprießenden Familienlandsitze (nach dem Vorbild von Anastasia), die – ebenfalls ein Hektar groß – den Generationen von Familien als Zuhause dienen und auf denen – ähnlich wie bei den Datschas – alles selbst angebaut und geerntet wird. In Russland gibt es inzwischen über 300 davon. Sie sind jedoch alle privat finanziert, denn noch gibt es kein Gesetz das die Familienlandsitze ebenso fördert wie die Datschas. Der Unterschied zwischen beiden ist ungefähr so wie zwischen einer Parzelle und einem Haus mit Garten, unabhängig von der Größe des Grundstücks. Auf dem einen wohnt man, auf dem anderen nicht. Putin wurde kürzlich ein Gesetzesvorschlag unterbreitet, der es jeder Familie erlauben soll, ein Hektar Land kostenlos und steuerfrei vom Staat zu bekommen. Auch in Deutschland beginnen Menschen jetzt – nach Anastasia – Familienlandsitz-Siedlungen zu gründen. Es gibt inzwischen 15 davon, wobei zwei noch ohne Land sind. Weitere einzelne Landsitze gibt es in der Schweiz, in Ungarn und in Tschechien.

SK (Infos: www.salto.bz, http://www.familienlandsitz-siedlung.de, www.anastasia-de.eu) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 91, Sept./Okt./Nov. 2014)

Foodsharing an der Uni

Eine Gruppe junger Leute aus Darmstadt hat dafür gesorgt, dass ein Kühlschrank mit kostenlosen Lebensmitteln an der Uni entsteht, an dem sich jeder bedienen kann. Die 20 Engagierten stellten einen Kühlschrank im Uni-Gebäude auf und sammeln Lebensmittel über die Internet-Plattform foodsharing.de, die sie dann in den Kühlschrank packen. Das Essen stammt aus Resten, Nahrungsmitteln, die woanders jemand weggeworfen hätte oder die im Supermarkt im Abfallcontainer gelandet wären. Zweimal in der Woche wird gesammelt und der Kühlschrank vollgepackt. Dieser leert sich dann auch schnell wieder. Zugreifen kann jeder, auch Nichtstudenten. Entstanden ist das Projekt aus dem Containern, denn jedes Jahr werden knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Mehr Infos zum Foodsharing: www.foodsharing.de  (Spiegel Online, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 91)

 

Reparieren statt wegwerfen

In ganz Deutschland sind Repair-Cafés aus dem Boden gespriesst, die ein Zeichen gegen die heutige Wegwerf-Kultur setzen wollen. Hauptsächlich geht es darum, Dinge zu reparieren statt sie zu entsorgen. Ort des Geschehens ist aber kein Laden, sondern ein regelmäßiger Treffpunkt, zu dem jeder kommen kann, der etwas reparieren möchte und dafür Hilfe braucht. Die Idee dazu kam von einer Gruppe Studenten, denen der ständige Raubbau von Ressourcen unseres Planeten nicht gefällt. Der Müllberg wird immer größer, der Konsum ist ausgedehnter und die Erde leidet immer mehr darunter, dass wir so verschwenderisch sind. Kurzerhand wurde ein Raum dafür geschaffen, den jeder kostenlos nutzen kann. Bei Kaffee und Kuchen wird während des Reparierens geredet und angeregt Tipps zum Reparieren der unterschiedlichsten Dinge ausgetauscht – vom Radio übers Fahrrad bis zum Smartphone. Inzwischen gibt es weltweit schon über 400 Repair-Cafés in 14 Ländern. Ins Leben gerufen hat die Bewegung Martine Postma, die das allererste Repair-Café 2009 in Amsterdam organisierte. In den Niederlanden gibt es auch eine Stiftung, die den Gruppen unter die Arme greift. Mehr Infos: http://repaircafe.org (WK, repaircafe.org, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 91)

 

Boliviens neue Verfassung

Seit 2009 hat Bolivien eine neue Verfassung. Und die ist so schön, dass man neidisch wird und sich fragt, wieso wir nicht auch so etwas haben. Per Volksentscheid stimmte das Land über eine neue Verfassung ab, in der verankert ist, dass Glück und ein gutes Leben oberste Regierungsziele sind, ähnlich wie in der Verfassung Bhutans, in der die Steigerung des Bruttonationalglücks das oberste Gebot ist. In der Verfassung ist das Grundrecht auf die Erfüllung der Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Strom, Telekommunikation, Medizin, Bildung) gesichert. Ein Leben im Einklang mit der Natur, ein sozial erfüllendes Leben, die Beachtung und Wahrung von Mutter Erde, Land als Gemeinschaftsgut, Naturgüter und öffentliche Leistungen als Menschenrecht – all das ist in der Verfassung verankert. Privatisierungen sind nicht zugelassen; die natürlichen Ressourcen gehören der Gemeinschaft. Dabei gewährt die Verfassung das ein-klagbare Recht auf Ernährung, Trinkwasser, kostenlose Bildung und Gesundheit sowie angemessene Bezahlung für jeden Bürger. Für Grundbesitz gilt eine Höchstgrenze von 5000 Hektar. Boliviens Präsident Evo Morales hat 10 Gebote verfasst, deren Geist mit in diese Verfassung eingeflossen ist und die er auf der UNO-Generalversammlung vorgelesen hat. 1. Gebot: Mit dem Kapitalismus aufhören, 2. auf Kriege verzichten, 3. Kein Imperialismus und kein Kolonialismus, 4. Wasser als Recht aller Lebewesen, 5. Saubere und umwelt-freundliche Energiearten, 6. Achtung vor Mutter Erde, 7. Grunddienstleistungen wie Wasser, Bildung, Energie, Kommunikation, Gesundheit und Transport als Menschenrecht, 8. Aufhören mit Konsum und Verschwendung, nur Konsum des lokal Produzierten, 9. Respekt vor kultureller und wirtschaftlicher Vielfalt und 10. „Vivir Bien“ – das gute Leben. Letzteres bedeutet, ein wertvolles Leben im Einklang mit der Natur zu leben. (www.sein.de, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 91)

 

Russland verbietet McDonald´s

Russland hat beschlossen, den Fastfood-Verkauf von McDonald´s im eigenen Land zu verbieten. Dazu geht es gerichtlich gegen die Fastfood-Kette vor, die mit dem schlechten Essen gegen russische Gesetze über die Sicherheit von Lebensmitteln verstoße. Der Fall wird vor einem Gericht in Moskau verhandelt. Russische Gesundheitsbehörden drohen schon vorab mit zeitweiligen Verboten für einzelne Gerichte, die McDonald´s anbietet. Auch die Verbraucherschutzbehörde hat beantragt, das Gericht solle „dem illegalen Vorgehen von McDonald´s Einhalt gebieten“. Aus Bolivien ist Mc Donald´s schon abgezogen. (Spiegel Online, Kopp, Inter-Info Aug. 2014, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 91)

 

Ecuador verabschiedet neues Wassergesetz

Ecuador hat am 3. Juli ein neues Wassergesetz beschlossen, welches das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschen-recht verankert und jegliche Formen von Privatisierung verbietet. Das neue Gesetz, das das bisherige von 1972 ersetzt, wurde mit großer Mehrheit verabschiedet. Möglich wurde dies durch die seit 2007 bestehende neue Verfassung, die von Präsident Rafael Correa initiiert wurde. Bisher wurden etwa 60 Prozent des Wassers illegal angeeignet. Das Gesetz regelt außerdem den Schutz des Wassers vor Vergiftung und Pestizidbelastung durch Rohstoffförderung und Landwirtschaft. Für die Bevölkerung gibt es eine kostenlose Grundversorgung mit sauberem und sicherem Wasser. Als nächstes soll ein neues Bodengesetz verabschiedet werden. (pravda-tv.com, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 91)

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