Russland:

1 Hektar Land für jede Familie

Nun will es Putin doch noch umsetzen! Schon bald können Familien einen Hektar Land vom russischen Staat erhalten, wenn sie dies möchten – kostenlos und auf Lebzeiten. Die ursprüngliche Idee dafür stammt von Anastasia, der Eremitin aus der Taiga. Diese Idee sieht vor, jeder russischen Familie einen Hektar Land kostenlos zur Verfügung zu stellen, um darauf zu leben und sich von dem zu ernähren, was man auf diesem Familienlandsitz anbaut. Ein Hektar Land reicht für eine Familie aus, um über zahllose Generationen hinweg versorgt zu sein. Bisher gab es vom russischen Staat lediglich die Datschas zur freien und kostenlosen Verfügung. Das sind Parzellen mit ebenfalls einem Hektar Größe. Doch diese waren nicht dafür gedacht, darauf zu leben, sondern um auf der Fläche von 10.000 Quadratmetern Obst und Gemüse anzubauen.

Jetzt hat Putin zugestimmt, jedem Bürger einen Hektar Land zu übertragen, der dies wünscht. Allerdings beschränkt sich dieser Erlass auf den fernen Osten Russlands. Dieser besteht aus einer Fläche von 6,2 Millionen Quadratkilometern, die sehr dünn besiedelt ist. Putin will damit erreichen, dass der Osten mehr besiedelt wird und sich entwickelt. Zum zweiten soll dort so viel Gemüse und Obst angebaut werden, dass sich Russland unabhängig von Exporten machen kann. Und zum dritten will Putin damit verhindern, dass brachliegendes Land im Osten an ausländische Investoren oder Unternehmen verkauft wird. Im Unterschied zu den Datschas darf natürlich auch ein Haus auf jedes Grundstück gebaut werden. Nach 5 Jahren will die Regierung kontrollieren, ob das Stück Land auch wirklich bewirtschaftet wird, z.B. als Farm, Forstwirtschaft oder Wildjagd. Im positiven Fall wird das Land der Familie oder der Firma, die sich dort angesiedelt hat, endgültig übertragen.

Bereits zuvor hatte der erste Oblast in Russland, Belgorod, ein Gesetz erlassen, welches Familien erlaubt, kostenlos einen Hektar Land in Anspruch zu nehmen, zu nutzen und ein Haus darauf zu bauen. Belgorod liegt an der Grenze zur Ukraine, in der Nähe der Stadt Charkow, ist 27.000 Quadratkilometer groß und beheimatet 1,5 Millionen Menschen. Die Familienlandsitze dürfen vererbt, jedoch nicht verkauft oder verpachtet werden – ganz im Sinne von Anastasia. Bis-her wurden 200 Hektar Land für Familienlandsitze reserviert.

Putin verfolgt mit seinem Erlass, der bisher noch nicht gesetzlich verankert ist, auch geostrategische Motive, denn wir wissen nicht, ob er jemals die Anastasia-Bücher gelesen hat. Aber vielleicht seine Berater, die ihn zu dieser Idee gedrängt haben. In jedem Fall ist das kostenlose Überlassen von Land an die eigenen Bürger ein Weg hin zu Selbstversorgerstrukturen und Verantwortungsbewusstsein für das eigene Land. Hoffentlich wird das Gesetz schnell umgesetzt!

S. Kreth (Quellen: https://erdenherz.wordpress.com, http://rt.com, https://buergerstimme.com) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 93, Mrz./Apr./Mai 2015)

Artikel eingestellt am 15.9.2015

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