Merkur

 

Die Erforschung des Merkur


Die ersten Bilder von der Merkur-Oberfläche zeichnete der Astronom Antoniadi in den 1920er-Jahren. Doch vor 1974 wusste man vom Merkur recht wenig. Da der innerste Planet wegen seiner Nähe zur Sonne auch teleskopisch schlecht zu beobachten ist, hatte man kaum Informationen über ihn, obwohl er so nahe ist. Im Nov. 1973 wurde schließlich Mariner 10 auf seiner Mission zur Venus am Merkur vorbeigeschickt, um den Planeten zu erkunden. Zwischen März 1974 und März 1975 wurden von der Sonde bei drei nahen Vorbeiflügen so viele Bilder gemacht und zur Erde gesendet (8000 Aufnahmen), dass bei dieser ersten Mission ein Drittel des Planeten als Karte erstellt werden konnte.

Merkur kann man nie nachts am Himmel sehen, sondern immer nur in der Dämmerung nahe der Sonne, weil er sich nie sehr weit von der Sonne entfernt. Seine Sonnennähe macht es daher schwierig, ihn zu finden. In der Abenddämmerung findet man ihn (auf der nördlichen Hemisphäre) links neben der Sonne, während man ihn in der Morgendämmerung rechts von ihr beobachten kann. Merkur zeigt uns außerdem – wie der Mond – immer nur eine Seite, so dass wir nicht wirklich wissen, was sich auf seiner Nachtseite verbirgt.

Die Entstehung von Merkur


Die Wissenschaft erklärt sich Merkurs Entstehung (wie bei den anderen Planeten) so, dass er bei der Entstehung des Sonnensystems zu einem festen Körper kondensierte und schließlich durch die Anziehungskraft der Sonne und die Umrundung derselben zu seiner Form fand. Eine heftige Bombardierung erzeugte die Krater und Becken, die man auf ihm findet. Der Planet kühlte sich fortwährend ab und zog sich immer mehr zusammen, was die Faltung der Kruste verursachte. Der Aufprall eines Meteoriten erzeugte das riesige Caloris Basin. Später kam es zu vulkanischen Aktivitäten, die ausgedehnte Erhebungen hervorbrachten. In den letzten 3 Milliarden Jahren wurde es ruhiger, und nur wenige Meteoriten erzeugten weitere Krater.

 

Merkur astronomisch


Merkur ist der Planet, der der Sonne am nächsten steht, d.h. er ist der innerste Planet unseres Sonnensystems. Er ist nur 57,9 Millionen Kilometer von ihr entfernt (das schwankt zwischen 46 und 70 Mio. Kilometer Abstand). Sein Durchmesser beträgt 4878 Kilometer, und damit ist er nur etwa ein Drittel so groß wie die Erde (die 12.744 Kilometer groß ist) und der zweitkleinste Planet in unserem Sonnensystem (Pluto, wenn man ihn noch zu den Planeten zählt, galt immer als der kleinste). Merkurs Umlaufbahn ist stark elliptisch und zur Bahn der anderen Planeten geneigt. Er besitzt keine Atmosphäre, bzw. nur eine dünne Heliumatmosphäre, die neben Wasserstoff nur geringfügige Spuren von Natrium, Sauerstoff und noch weniger Neon, Argon und Kalium enthält, weshalb es zu keiner Wolkenbildung auf Merkur kommen kann.

Aber stimmt das? Seit Jahrhunderten streiten die Astronomen, ob Merkur eine Atmosphäre besitzt oder nicht. Offiziell hat er keine, doch Antoniadi sammelte viele Beweise für Wolken und Staubstürme auf dem Merkur. Der Merkur-Experte Dale Cruikshank entdeckte schon in den 1960er-Jahren, dass sich die Oberfläche des Merkur sehr schnell verändert. Obwohl man diese Effekte wegzuerklären versuchte, bleibt die Tatsache, dass Astronomen immer und ohne Zweifel einen Ring um den Merkur herum erkennen können, wenn er zwischen der Erde und der Sonne steht. Und ein Ring bedeutet, dass es eine Atmosphäre geben muss.

Sind die Planeten hohl?


Verschiedenste Quellen besagen außerdem, dass alle Himmelskörper innen hohl sind, was auch für den Merkur gelten soll. Dr. Frank Stranges, Pastor, Ufo-Forscher und ehemaliger Geheimdienstler der USA, sagt, dass es sogar die Regel sei, dass Planeten in ihrem hohlen Inneren, ihrem Schoß also, bewohnt seien, denn eine Mutter trage das ungeborene Leben auch in ihrem Inneren, in ihrem Schoß, bevor es sich verselbständigt. Nur selten fände man, so Dr. Stranges, eine Menschheit auf der Oberfläche eines Planeten. Im September 1902 wurden im Yerkes Observatorium Bilder vom Mars aufgenommen, die an den Polen einen leuchtend weissen Fleck zeigten, der als Eiskappe interpretiert wurde. Dasselbe wurde auch auf der Venus fotografiert. Wie aber kann es Eiskappen auf einem Planeten geben, auf dem bis zu 500° C heiße Temperaturen herrschen? Und wie kann aus Eiskappen gleißend weißes Licht geschleudert kommen, wie es am 7.6.1894 von Professor Lowell beobachtet wurde? Ebensolche Erscheinungen wurden auf Merkur beobachtet.


Die (angebliche) Atmosphärelosigkeit des Merkur liegt laut der Astronomie an der zu geringen Masse des Planeten, die bei 0,055 Erdmassen (Erde = 1) liegt, also etwa 1/20 der Masse der Erde einnimmt. Die Dichte von Merkur entspricht in etwa der der Erde. Seine Schwerkraft liegt bei 37 Prozent im Verhältnis zu den 100 Prozent auf der Erde. Die Temperatur auf Merkur schwankt zwischen 350-400°C am Tage und –180°C nachts am Boden, d.h. auf der sonnenabgewandten Seite. Hat Merkur seinen kürzesten Abstand zur Sonne, kann es bis zu 700 ° C heiß auf ihm werden!


Ein Sonnentag, also der Abstand zwischen zwei Sonnenaufgängen, beträgt auf Merkur 176 Erdentage. 88 Tage braucht Merkur für einen Sonnenumlauf. Das bedeutet, dass ein (Erden-) Jahr auf dem Merkur nur 88 Tage lang ist. Und in knapp 59 Tagen dreht sich Merkur einmal um die eigene Achse. Seine Bahnneigung gegen die Ekliptik liegt bei 7 Grad, weshalb seine Umlaufbahn ihn entweder sehr nah an die Sonne oder sehr weit weg von ihr bringt. Da seine Rotationsachse fast senkrecht zur Bahnebene um die Sonne verläuft (im Gegensatz zur geneigten Achse auf der Erde), sind die Temperaturen immer gleich bleibend. Merkur rotiert so langsam, dass man auf dem Merkur der Sonne gemütlich nachspazieren könnte. Das nebenstehende Bild zeigt das Panorama, das man vom Merkur aus hätte, befände man sich auf ihm.

Merkur besitzt Krater und Berge auf seiner Oberfläche, die der unseres Mondes sehr ähnlich sind. Doch im Unterschied zum Mond besitzt er mehr glatte Flächen und Ebenen, während der Mond von vielen Kratern durchsetzt ist. Über Hunderte von Kilometern hinweg erstrecken sich auf Merkur leicht gezackte Klippen, die so genannten gelappten Steilhänge, die entstehungsgeschichtlich durch Faltungen bedingt sind, die entstanden, als die Kruste schrumpfte. Diese Steilhänge gibt es weder auf dem Mond noch auf Mars. Im Unterschied zum Mond fehlen auf Merkur aber die dunklen Mare-Flächen, die durch ausfließende Lava verursacht wurden, die alle alten Gebirgsformationen unter sich begrub. Auffällig ist ein 1300 Kilometer großes Becken – Caloris Planitia. Alle Merkur-Krater erhielten Namen nach Künstlern wie Shakespeare, Dürer, Heine, Vivaldi, Rodin, Monet, Michelangelo, Mo-zart, Renoir oder Bach. Beethoven ist mit 625 Kilometern Durchmessern der größte nach dem Caloris-Becken.

Merkur besteht aus einer Gesteinshülle mit einem großen Metallkern aus vor allem Eisen und Nickel wie bei unserer Erde. Merkurs Magnetfeld lässt vermuten, dass der Kern flüssiger Natur ist.

Der Merkur besitzt keinen Mond. Er und Venus sind übrigens die einzigen Planeten unseres Sonnensystems, die keinen solchen Begleiter besitzen.


Merkurs Symbolik


Merkur (Hermes) wurde nach dem Gott der Händler und Kaufleute benannt, der auch als Götterbote fungierte, dessen Namen er deshalb erhielt, weil die flinke Eigenschaft dieses Boten Merkus schnellen Umlauf um die Sonne wiederspiegelte. Mythologisch gesehen war Merkur der Sohn des Zeus und der Maja (Tochter des Atlas), der bekannt dafür war, listig und ein-fallsreich mit Handel und Gütern umzugehen. Astrologisch kennt man Merkur, der dem Zwilling zugeordnet ist, als den Vermittler und den Repräsentanten des Kommunikativen und des wissenden Geistes.


Ist Merkur bewohnt?


Hier gehen die Meinungen nun etwas auseinander. Der Merkur kehrt der Erde immer die gleiche Seite zu, weshalb man nicht wirklich weiß, was auf der Nachtseite zu sehen ist. Die Santiner wurden einmal gefragt, ob Merkur Leben in irgendeiner Art und Form trage. Sie haben geantwortet, dass Merkur zwar der unwirtlichste Planet dieses Systems sei, doch dass auch er Leben trage. Bei diesem Leben handelt es sich jedoch nicht um hochentwickelte Organismen oder gar Menschen, sondern um eine niedere Stufe der Tier- und Pflanzenwelt. Diese Organismen sind völlig anspruchslos und leben hauptsächlich von den aus dem freien Weltraum einfallenden Partikelchen in Molekülgröße, die sie in ihren Stoffwechsel einbauen. Bei den Tieren handelt es sich vorwiegend um Mikroben und Einzellern, die die Primitivstufen für die höher organisierte Tierwelt darstellen. Bei den Pflanzen sind Moose und Flechten vorherrschend, die ebenfalls Ausgangsstufen für höhere Pflanzenwesen sind.

Laut Omnec Onec war Merkur einst bewohnt, und zwar von einer Zivilisation, die es sogar bis zur Raumfahrt gebracht hatte. Doch eine Verschiebung seiner Umlaufbahn um die Sonne brachte den Planeten näher an die Sonne heran, und so verschlechterten sich die Lebensbedingungen dort, und seine Bewohner waren gezwungen, den Planeten zu verlassen. Sie siedelten auf den Saturn um, der damals noch unbewohnt war, und kolonisierten später einen Teil der Erde (zusammen mit den Venusiern und denen von Jupiter und Mars). Hier bildeten sie dann die rote Rasse, die heute auf der Erde als die Rasse der indianischen Völker inkarniert ist.

Bestimmten Quellen zufolge soll es jedoch auf Merkur immer noch Zivilisationen geben, die aber, wie das bei vielen Planeten der Fall ist, unter der Oberfläche des Planeten leben. Demgemäß müssten diese Planeten dann auch innendrin hohl sein, d.h. in ihrem Inneren Lebensraum bieten. So berichtete Dan Martin, dass eines der Raumschiffe vom Merkur (mit Namen “Michiel”) schon seit etwa 6000 Jahren Dienst in unserer Erdatmosphäre tut.


Möglich ist, dass alle Theorien stimmen. Es gab einmal eine Zivilisation auf Merkur, wie Omnec Onec berichtet. Ein Teil von ihnen verließ den Planeten, ein anderer Teil wanderte ins Innere des Planeten und führte seine Evolution dort weiter. Einzig Mikroben und Flechten - wie die Santiner es uns erzählen - finden sich heute noch auf der Oberfläche.

Dass es eine Form von Leben auf dem Merkur gibt, würde durch das Finden von Wasser oder Eis wahrscheinlicher, so wie die Marssonden es schon auf dem Roten Planeten fanden. Doch genau das wurde 1994 schon gefunden. In dem Jahr entdeckte ein Astronomenteam vom Arecibo-Teleskop in Puerto Rico an den Polen Merkurs gefrorenes Wasser. Inzwischen ist nach über 30 Jahren wieder eine Sonde zum Merkur geschickt worden. Die NASA-Sonde „Messenger“ ist seit August 2004 unterwegs, fliegt zunächst sieben Jahre lang durchs Weltall und schwenkt schließlich im März 2011 in eine Umlaufbahn um Merkur ein, um ihn ein Jahr lang zu umkreisen.

Sehr viel weiter geht eine neue Mission der ESA und JAXA (japanische Raumfahrtagentur): BepiColombo soll aus zwei Orbitern bestehen, die Merkur umkreisen und aus zwei unterschiedlichen Höhen Daten über den Planeten sammeln sollen. Während der Mercury Planetary Orbiter (MPO) die Aufgabe hat, die Oberflächenstruktur und Zusammensetzung Merkurs zu erkunden, wird der Mercury Magnetospheric Orbiter (MMO) das Magnetfeld und die Magnetosphäre des Planeten genauer erforschen. BepiColombo wird voraussichtlich im Jahr 2012 starten.


(© S. Kreth, erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 49, Jan./Febr. 2007)



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