Die Wirtschaftskrise hat sich verschärft

Die Euro-Krise sowie die Weltwirtschaftskrise haben sich in den letzten Wochen dramatisch verschärft, auch wenn vieles davon nicht sichtbar ist, weil die Medien es gekonnt überspielen und die Banken/Regierungen den drohenden Zusammenbruch hinauszuschieben versuchen. Seit Zypern und der Banken-Zwangsabgabe ist sicher, dass die EZB nun die Kontrolle übernommen hat und die Enteignungen losgehen. Während sich die Elite in diesem gigantischen Umverteilungsprozess die Taschen vollstopft, werden die Menschen immer ärmer. Es vergeht keine Woche, in der sich in Spanien nicht jemand das Leben nimmt, weil er wegen der Schulden oder einer Zwangsräumung keinen Ausweg mehr sieht. Zwangsräumungen haben stark zugenommen, ebenso aber auch die Proteste dagegen. In Portugal sollen Beamte jetzt mit Staatsanleihen bezahlt werden, zumindest was das 14. Jahresgehalt betrifft. Die US-Stadt Detroit, einstige Autobauer-Metropole, hat im März den finanziellen Notstand ausgerufen. Die kalifornische Stadt Stockton musste sich für zahlungsunfähig erklären lassen. In Italien hat ein Banken-Run eine Großbank, die Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) an den Rand eines Zusammenbruchs gebracht, die bereits zuvor durch Risikogeschäfte in Schieflage war. Eine Computerpanne bei der britischen Royal Bank of Scotland zeigte den Bürgern einen Vorgeschmack auf geschlossene Banken.

Weil die EU jetzt das Sagen hat und die Länder zwingen kann, zu bezahlen (ESM!), gehen Finanzämter auch immer aggressiver vor, auch gegen Rentner. Auch die Hetze gegen Steuerhinterzieher, so wie es im Falle Hoeneß geschah, ist nur Propaganda, damit der Bürger weiterhin glaubt, dass die Steuergesetze gelten. Nun will man sogar die 500-Euro-Scheine aus dem Verkehr ziehen, um die Steuerhinterziehung einzudämmen. Die EU befasste sich außerdem mit dem Thema und will Maßnahmen beschließen, damit Steuerhinterziehung und Steuerflucht nicht mehr möglich werden. Sie macht das deshalb, um zu mehr Geld zu kommen, damit der ESM vollzogen werden kann. Apropos ESM: Dieser soll jetzt „Tochtergesellschaften“ gründen dürfen, die Kredite aufnehmen sollen, mit denen dann wiederum den maroden Banken geholfen werden soll. Die Steuerzahler haften dabei auch für diese Kredite und es werden weiter Rettungsgelder in Länder wie Griechenland investiert, die dieses niemals zurückzahlen werden und das nie beim Volk landen wird. Würden all diese Rettungs-Milliarden direkt an die Bürger ausgezahlt werden, könnte jede Familie gut leben und sich für sein Land stark machen. Dies könnte man in ganz Europa machen, und jede Nation würde erblühen. Doch stattdessen gehen die Milliarden an die Banken, sprich an die NWO.

Diese plant weiter die Digitalisierung des Geldes und die Abschaffung des Bargeldes. In Italien hat man eine Kampagne gestartet, in der das Bargeld als altmodisch, unpraktisch und gefährlich propagiert wird. Ab Juli darf der Bürger dort nur noch Bargeschäfte bis 50 Euro tätigen. In Griechenland und Spanien sind Barzahlungen über 1500 bzw. 2500 Euro verboten. Dänemarks Obergrenze liegt immerhin noch bei umgerechnet 6700 Euro, in Belgien sind es 5000 Euro. Zypern gibt nur noch 100 Euro bar an seine Bankkunden aus. Zuvor waren es noch 300 Euro gewesen. In Frankreich soll ab 2014 ein Bargeldverbot für Beträge über 1000 Euro in Kraft treten. Auch Schweden ist dabei, seine Bürger auf eine bargeldlose Gesellschaft vorzubereiten, auch wenn viele es dort noch nicht mitbekommen, weil es dezent und ohne öffentliche Diskussion und parlamentarische Legitimation gemacht wird. Die Swedbank gab bekannt, kein Bargeld mehr auszuzahlen oder entgegenzunehmen. Mehr als 1200 Filialen haben sich bereits vom Bargeld verabschiedet. Verbraucherverbände und Bürger des Einzugsgebietes der Bank reagierten bereits mit unzähligen Beschwerdebriefen an die Bank in Östermalm.

Zusätzlich soll mittels der Ausrufung eines sozialen Grundrechts auf ein Bankkonto jeder Bürger, der jetzt noch über kein Konto verfügt, unter die Kontrolle der Banken gebracht werden, auch bei uns in Deutschland. Und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble testete mit einer Äußerung bereits, wie groß der Aufschrei in Deutschland wird, als er sagte, Bargeld sei ein „intransparentes Zahlungsmittel“, das vor allem den „Geldwäschern“ zugute kommt. Ein Aufschrei erfolgte bisher nicht. Eine bargeldlose Gesellschaft hat den Vorteil, dass die Banken mehr verdienen, die Bürger besser überwacht werden können, Banken-Runs vermieden werden und dass der Schwindel nicht auffliegt, dass das Geld in den Banken eigentlich gar nicht vorhanden ist. 

Doch es gibt auch Wandelbewegungen im Finanzwesen. Dazu gehört, dass immer mehr Menschen ihr Konto bei den Großbanken kündigen oder/und so viel Geld wie möglich von den Banken abziehen, um es nicht nur in Sicherheit zu bringen, sondern auch, um es dem System zu entziehen und die Banken auszuhungern. Und dies ist möglich. Würde nur jeder hundertste deutsche Bürger sein Geld vom Konto nehmen, würde eine Bank bereits zusammenbrechen, weil sie gar nicht genug Einlagen hat, um mehr als jeden 100. Kunden auszuzahlen!

Wer sich der Abwärtsspirale des derzeitigen Finanzsystems entziehen will, setzt jetzt auf Alternativen wie private oder regionale Netzwerke. In Deutschland gibt es bereits 65 Regionalwährungen, unter anderem den Chiemgauer, den Urstromtaler und den Bremer Roland. Auch eine virtuelle Währung gibt es seit 2009. Der Bitcoin existiert ohne Bank und ohne Münzen oder Scheine und ohne staatliche Kontrolle. Neben Regionalwährungen und Tauschbörsen, die schon sehr lange existieren, gibt es neuerdings auch Online-Börsen, Plattformen, auf denen Dienstleistungen getauscht werden, statt sie mit der offiziellen Währung zu bezahlen. Dazu zählen z.B. www.zeittausch.org oder www.diensttausch.com. In Griechenland ist man aus reiner Not zum Tauschhandel übergegangen. Viele Gemeinden geben zum Beispiel sogenannte TEM-Scheine heraus, die die Zahl an Arbeitsstunden anzeigen und die getauscht werden können. Man kann auch eine Genossenschaft gründen oder einer beitreten. Mehrere Mitglieder legen beispielsweise zusammen und kaufen davon Land und Material, bauen ein Haus und vermieten es anschließend. Je mehr Mitglieder, umso schwieriger wird es, eine Genossenschaft zu enteignen. Auch Zwangshypotheken auf Immobilien, die in Planung sind, kann man viel schwieriger einer Genossenschaft antun als einem einzelnen Eigentümer. Als Alternative kann man auch eine Stiftung gründen. 

Neue zinsfreie Banken gründen sich auch. In Schweden gibt es die zinsfrei arbeitende JAK-Bank schon seit 1997 (gegründet bereits 1965 als Genossenschafts-Spar- und Darlehensverein) (siehe auch den Bericht auf Seite 54 im Heft Nr. 86). Nach ihrem Vorbild ist auch in Deutschland eine solche Bank entstanden: die Solidargemeinschaft O/ZB Stuttgart.

Nach Utah hat auch der US-Bundesstaat Arizona offiziell beschlossen, Gold und Silber als gesetzliche Zahlungsmittel zuzulassen. Ab 2014 sind dort Geschäfte bereit, Gold- und Silbermünzen anstelle von Dollarscheinen entgegenzunehmen. Der Senator, der dieses Gesetz eingebracht hat, rechnet damit, dass noch weitere US-Bundesstaaten folgen werden, da das bisherige System bald zuende sein und der Dollar zusammenbrechen könnte. Texas will von der FED sein Gold zurückverlangen, um eine Einlagensicherung zu gewährleisten. Die BRICS-Staaten sind dabei, eine gemeinsame Entwicklungsbank zu schaffen, um den Einfluss westlicher Industrieländer zurückzudrängen.

In Portugal hat die protestierende Bevölkerung gewonnen, denn das Verfassungsgericht erklärte die Sparmaßnahmen der Politik für illegal. Der große Durchbruch findet aber in Spanien statt, wo sich die Menschen und die Regierungen inzwischen gegen die Bankenmacht wehren. Aktivisten der PAH (Plattform für Hypotheken-Geschädigte) besetzten in letzter Zeit Häuser, Wohnungen und Banken, um auf Zwangsräumungen aufmerksam zu machen. Auch protestieren die Menschen inzwischen direkt vor den Privathäusern der Politiker und Banker. Ein Gericht hat die Klage eines Bürgermeisters gegen diese Aktionen sogar abgeschmettert. Auf den Kanaren annulierte ein Richter Hypotheken, weil die Banken diese nur wegen des Zins-Mißbrauchs machen konnten und verhütete damit Zwangsräumungen, von denen es auf den Inseln inzwischen Tausende gibt. Die andalusische Regierung hat ein Gesetz erlassen, dass es erlaubt, Banken zu enteignen, um Zwangsräumungen zu vermeiden. Seit dem 11. April dürfen Banken keine Zwangsräumungen mehr durchführen und bekommen Geldstrafen aufgebrummt, wenn sie ihre Immobilien leerstehen lassen. Die Kanaren haben das andalusische Gesetz gleich übernommen, um auch die kanarischen Banken zu enteignen. Und schlussendlich hat das dazu geführt, dass man entdeckt hat, dass die spanische Hypotheken-Norm, wegen der bereits Zehntausende zwangsgeräumt wurden, nicht vereinbar mit EU-Recht ist und nun geändert werden muss. Es ist also viel in Bewegung, auch zum Guten!

(Ausschnitt aus den „Wandelereignissen“ in LICHTSPRACHE Nr. 86, Juni/Juli/Aug. 2013)

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