Der Wandel des Finanzsystems

Die Finanzjongleure liegen der Gesellschaft auf der Tasche, mehr noch als es immer von den Hartz-IV-Empfängern behauptet wird. Denn die Spekulanten sind es, die das Finanz- und Wirtschaftssystem an den Rand des Kollapses gebracht haben. Sie haben hemmungslos Geld von anderen ausgegeben, um sich zu bereichern. Hinter ihnen wiederum steht die Banken-Mafia, die darauf bedacht ist, die Umverteilung des Volksvermögens weiter voranzutreiben und dadurch das Gebahren der Spekulanten-Heuschrecken unterstützt. Ihre Erfüllungsgehilfen sind die Politiker, die marionettengleich Gesetze zugunsten der Elite schaffen und Regulierungen außer Kraft setzen, die den Geldfluss in Richtung Reich behindern. Banken werden gerettet, weil sie systemrelevant sind, doch wäre das nicht notwendig, wenn die Kontoinhaber, die eine Bank mittragen, ihre Konten aufgeben würden. Stattdessen werden Milliardenhilfen an Banken sowie an die Banken anderer EU-Länder abgegeben, die nicht den Kunden und Bürgern helfen, sondern allein den Bankkonzernen. Aktuelles Beispiel Griechenland: Jahrelang hat man dem Land Kredite gegeben, bis es total verschuldet war. Nun zwingt man es, zu sparen, macht die heimische Wirtschaft und die Bürger damit kaputt und führt Privatisierungen, d.h. den Ausverkauf des Landes durch, damit die Schulden beglichen werden können. Auf diese Weise plündert man ein Land aus. Griechenlands neue Regierung hat all das Gott sei Dank durchschaut und sucht nun unabhängig vom IWF Wege, um die Schulden abzubauen. Es geht sogar neue Allianzen ein, so mit Russland und den BRICS-Staaten.

Neuester Trick, um Bürger auszuplündern ist die Steuer auf Sparguthaben. Dieser ist bereits (mit 0,03 %) in Spanien eingeführt worden, und auch für Deutschland gibt es bereits Pläne. Das bargeldlose System wird ebenfalls schleichend vorangetrieben, z.B. indem immer mehr auf Bezahlen mit Bankkarten oder mit dem Handy gesetzt wird. Noch sind es laut einer TNS-Infratest-Umfrage nur 18 Prozent, die mit dem Smartphone bezahlen. 30 % lehnen das mobile Bezahlen sogar ab. In Frankreich und Italien gibt es ja schon seit geraumer Zeit ein Bargeldverbot für Transaktionen von über 1000 Euro. Doch jetzt hat Frankreich beschlossen, die Verwendung von Bargeld noch mehr einzuschränken, indem ab September dieses Jahres Bargeldzahlungen sowie die Geldbeschaffung aus dem Ausland streng überwacht werden. Neuester Vorschlag der Citigroup: künftig nur noch 5-Euro-Scheine im Euroraum auszugeben. Dies macht man unter anderem auch, um eine Flucht aus Bankguthaben zu verhindern. Denn Strafzinsen für Bankguthaben werden, wie bereits im letzten Heft berichtet, nach und nach eingeführt. Apropos Bargeld: Wussten Sie, dass, sobald wir unser Bargeld auf eine Bank einzahlen, es kein Geld mehr ist und quasi nichts mehr wert ist? Bargeld, also Scheine und Münzen entsprechen der offiziellen Währung, doch Banken arbeiten nicht mit der offiziellen Währung, sondern nur mit Giralgeld. Sobald wir es also auf unser Konto eingezahlt haben, ist es praktisch nichts mehr wert und gehört uns auch nicht mehr wirklich.

Neben der positiven Entwicklung in Griechenland, das seine Unabhängigkeit vom Abzock-System des IWF beschleunigt, gehen auch viele andere Staaten auf Distanz zum westlichen Finanzprinzip. Es fing mit den asiatischen Staaten Irak, Iran, Russland und China an, die sich vom Dollar als Leitwährung lösten und anfingen, in eigenen Währungen zu handeln. Es geht weiter mit den Ländern, die sich jetzt vom Euro lösen, so wie es die Schweiz getan hat und wie es vermutlich auch Griechenland machen wird. Und es setzt sich fort mit den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) und ihrer neuen Entwicklungsbank, der New Development Bank (NDB). Diese Bank, die schon bald die bisherige Weltbank und den IWF ablösen, den Dollar-Verfall einleiten und die Öl- und Goldmanipulation beenden wird, will Entwicklungsprojekte und Infrastruktur innerhalb der Mitgliedsländer unterstützen. Die Bank mit Hauptsitz in Shanghai soll bis Ende 2015 voll funktionsfähig werden. Dass sie keine Außenseiterbank darstellt, erkennt man an den Einwohner-zahlen der Mitgliedsländer, die zusammen 41 % der Weltbevölkerung ausmachen. Bolivien, das sich schon vor geraumer Zeit vom IWF unabhängig gemacht hat, fordert zudem von diesem Entschädigungszahlungen für jahrzehntelanges Unrecht.

China hat nun auch noch ein weiteres Pendant zum jetzigen westlichen System eröffnet. Die Gründung der AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) fand am 24. Oktober 2014 statt und besteht inzwischen aus über 50 Mitgliedsländern. Ziel dieser Bank ist die Förderung von Infrastruktur-Projekten in unterentwickelten asiatischen Ländern. Bisher sind etliche weitere Gründungsmitglieder dazugekommen, darunter unter anderem Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Italien, die Schweiz und – man staune – Deutschland. Deutschland hat sich damit den Anweisungen der USA widersetzt! Japan hat ebenfalls Interesse und hat nach jahrelangem Schweigen Kontakt zu China aufgenommen. Offensichtlich sind es viele Länder einfach leid, sich noch länger dem alten System unterzuordnen.

Auch Kanada geht es so. Dort haben zwei Kanadier und ein Komitee vor über drei Jahren Klage gegen die Bank of Canada eingereicht, um die Nutzung der Bank ihrem ursprünglichen Zweck zurückzuführen: der zinsfreien Kreditvergabe. Die Kanadier haben die Klage gewonnen, doch die Regierung legte Berufung ein. Das Urteil wurde im Januar dieses Jahres verkündet: den Klagenden wurde Recht gegeben; die Bank muss zinsfreie Darlehen an Projekte von nationalem Interesse vergeben. Es besteht zwar die Möglichkeit, dass die kanadische Regierung nocheinmal vor dem Obersten Bundesgericht Berufung einlegt, aber der erste Schritt zur Zinsfreiheit ist damit gemacht und kann Schule machen für weitere Banken. Die kanadische Regierung hat übrigens die nationalen Medien gebeten, nicht über diesen Fall zu berichten (siehe den Bericht dazu hier)

Zinsfreiheit ist etwas völlig Normales für die Islamischen Banken, und es sollte auch normal für den Westen werden, da Zinsen immer und unweigerlich zur Verschuldung führen. Erst ein zinsfreies Geldsystem mit Umlaufsicherung kann uns ein besseres Wirtschaftssystem ermöglichen (siehe auch den Artikel „Das zinsfreie Geldsystem“, LICHTSPRACHE Nr. 58). Tatsächlich gibt es solch eine islamische Bank jetzt auch in Deutschland. Bisher hatte es nur eine Filiale der Kuveyt Türk Bank AG in Mannheim gegeben, doch ab diesem Jahr will das Geldhaus in Frankfurt, Berlin und Köln Vollbanken eröffnen. (siehe auch den Bericht unten). Und die USA? Dort herrscht trotz Dollarsturz und Machtverlust die Vogel-Strauß-Politik. Mitarbeitern der Bank of America ist seit 2012 der Zugriff auf die englischsprachige Webseite Zero-Hedge blockiert. Dieses Magazin berichtet über aktuelle Wirtschafts- und Finanzthemen. Die USA sind nun praktisch bankrott, wollen es aber nicht wahrhaben und verbergen ebenso die Angst vor dem derzeit stattfindenden Machtwechsel in Richtung Osten.

Wie geht es nun weiter mit unserem Finanzsystem? Bis alle Staaten soweit sind, ein neues Finanzsystem einzurichten, wird es noch ein Weilchen dauern, aber die ersten Schritte sind durch das BRICS-System gemacht. Ein Crash ist nach wie vor möglich, denn noch immer wird versucht, das alte System am Leben zu erhalten. Deshalb ist es wichtig, genügend Bargeld bei sich zu haben und sowenig Geld wie möglich auf der Bank zu lassen. Gibt es Anzeichen für einen baldigen Crash? In jedem Fall merkt man, dass die alten Strukturen fallen. In Österreich hat man bei der verschuldeten Bank Hypo Alpe Adria, die später zur Bad Bank Heta Asset Resolution AG wurde, ein Milliarden-Schuldenloch entdeckt, was die Bank zahlungsunfähig macht, die nun abgewickelt wird. Als Folge dessen ging die Düsseldorfer Hypothekenbank bereits pleite. Bei der Commerzbank gab es im Februar eine Razzia der Steuerbehörden. Die Royal Bank of Scotland ist dabei, Stellen abzubauen, ebenso wie mehrere Investmentbanken der City of London. Und die Deutsche Bank sieht sich einer Klage nach der anderen ausgesetzt und hat angekündigt, mehr als 25 % aller Filialen zu schließen. Wenn wir all das mit den Augen des OPPT (One Peoples Public Trust) betrachten, dann sind all diese Banken bereits 2012 zwangsvollstreckt worden, ebenso die Finanzbehörden (siehe den Artikel „OPPT – Eine Chance für den Wandel?“ in LICHTSPRACHE Nr. 86). Viele Banker wissen das, weshalb es in letzter Zeit auch so viele Selbstmorde unter den Bankern gab (die „Lichtsprache“ berichtete). Es muss nur bekannt werden, dass es so ist, und Menschen müssen ihre entsprechenden „Courtesy Notice“ (Höflichkeits-Mitteilungen) verteilen, um zwangsvollstreckte Beamten, Banker und Unternehmer darüber aufzuklären.

S. Kreth (Quellen: Inter-Info Febr. 2014, Weser-Kurier, Kopp, Klagemauer-TV, Krisenrat.info-Newsletter, Russia Today, revealthetruth.net; Iran German Radio 23.3.15; jasminrevolution.wordpress.com, epochtimes.de, Deutsche Wirtschafts Nachrichten, Newsletter K.P. Hartmann 22.4.15, Inter-Info Febr. 2015, Inter-Info April 2015) (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 94, Juni/Juli/Aug. 2015)

(Artikel eingestellt am 1.12.2015)

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